Fellner: „Europa lebt von Zusammenarbeit und starken Regionen“

EU-Kommissar Magnus Brunner, Martina Rattinger (Kärntner Verbindungsbüro in Brüssel), LH Daniel Fellner
Im Rahmen seiner ersten offiziellen Arbeitsreise als neuer Landeshauptmann und zuständiger Referent für europäische Angelegenheiten nach Brüssel lud Landeshauptmann Daniel Fellner gemeinsam mit der Leiterin des Kärntner EU-Verbindungsbüros, Martina Rattinger, zum traditionellen Kärntner Sommerempfang ein. Eine Rekordzahl an Gästen aus Politik, Diplomatie und europäischen Institutionen folgte der Einladung in das Kärntner EU-Büro. Der Empfang bot nicht nur Gelegenheit, den neuen Landeshauptmann persönlich kennenzulernen, sondern auch bestehende Netzwerke zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.

Kärnten als Brückenbauer in Europa

In seiner Rede hob Fellner die besondere Rolle Kärntens im Herzen Europas hervor.

„Kärnten liegt am Schnittpunkt dreier Kulturen. Das prädestiniert uns dazu, starke Verfechter der europäischen Zusammenarbeit und insbesondere eines Europas der Regionen zu sein“,

betonte der Landeshauptmann. Dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Kärnten nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität sei, zeigte Fellner anhand des gemeinsamen Zivil- und Katastrophenschutzes mit den Nachbarregionen auf.

„Erst vor wenigen Wochen hat uns der Ausschuss der Regionen mit einem europäischen Preis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Friaul-Julisch Venetien und dem Veneto haben wir ein Zivilschutzabkommen für eine bessere Vernetzung im Ernstfall abgeschlossen. Denn wir wissen: Notsituationen kennen keine Grenzen – und Hilfe erst recht nicht“,

so Fellner.

Gemeinsame Antworten auf die großen Herausforderungen

Angesichts internationaler Krisen, des Klimawandels und wirtschaftlicher Unsicherheiten brauche es mehr denn je europäische Zusammenarbeit, zeigte sich der Landeshauptmann überzeugt.

„Viele der Herausforderungen, denen wir heute gegenüberstehen – internationale Konflikte, Klimawandel, Energiesicherheit oder wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit – können nur durch eine europaweite, ehrliche und engagierte Zusammenarbeit bewältigt werden, die über regionale und nationale Grenzen hinausgeht“,

erklärte Fellner. Trotz aller Kritik sei die Europäische Union weiterhin der beste Rahmen, um die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

„Ich bin überzeugt: Die Europäische Union ist weiterhin der beste Rahmen, um diese Herausforderungen zu meistern und gemeinsam unsere Zukunft zu gestalten“,

sagte Fellner.

Klare Position für starke Regionen

Der Landeshauptmann erinnerte daran, dass seit dem EU-Beitritt Österreichs mehr als zwei Milliarden Euro an Fördermitteln nach Kärnten geflossen seien.

„Diese Mittel haben wesentlich dazu beigetragen, Kärnten als dynamischen Hightech-Standort mit starker Innovationskraft und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit im Herzen Europas zu positionieren“,

betonte Fellner. Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen 2028 bis 2034 sprach sich der Landeshauptmann erneut klar gegen eine Zentralisierung bei der Vergabe von EU-Mitteln aus.

„Wir müssen auch in Zukunft bei der Verteilung der EU-Förderungen auf die Regionen mitentscheiden können. Deshalb engagieren wir uns auf europäischer Ebene in unterschiedlichen Allianzen und bringen unsere Anliegen direkt bei den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ein“,

so Fellner.

Hochrangige Gäste aus ganz Europa

Der Kärntner Sommerempfang stand ganz im Zeichen des Dialogs und des europäischen Miteinanders. Unter den Gästen befanden sich unter anderem EU-Kommissar Magnus Brunner, Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments, hochrangige Diplomatinnen und Diplomaten sowie zahlreiche Partner aus europäischen Institutionen und Regionen. Der Abend machte einmal mehr deutlich: Kärnten ist in Europa hervorragend vernetzt und bringt sich aktiv in die Gestaltung der europäischen Zukunft ein.