Wie Naturschutz, regionale Wertschöpfung und Verantwortung für kommende Generationen gemeinsam gedacht werden können, stand im Mittelpunkt des 9. Forum Anthropozän in Heiligenblut. Bei der Podiumsdiskussion „Nationalpark Hohe Tauern – Aufgaben und Herausforderungen“ betonte Nationalparkreferentin LR.in Marika Lagger-Pöllinger die zentrale Bedeutung des Schutzgebietes für Kärnten.
„Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein Zukunftsraum für Kärnten. Er schützt einzigartige Lebensräume, sichert die Biodiversität und stärkt gleichzeitig die Region. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen zeigt er, wie Naturschutz und regionale Entwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können“,
sagte Lagger-Pöllinger.
Erhalt der Artenvielfalt
Unter dem Leitthema „CONNECTEDNESS. ZUKUNFTSVERBUNDEN. Nationalparks im Anthropozän“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die Rolle von Schutzgebieten in einer sich wandelnden Welt. Einigkeit bestand darüber, dass Nationalparks wichtige Beiträge zum Erhalt der Artenvielfalt, zum Klimaschutz und zur regionalen Entwicklung leisten. Für Lagger-Pöllinger ist der Nationalpark ein Beispiel dafür, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Chancen kein Widerspruch sind:
„Der Nationalpark schützt nicht nur wertvolle Natur, sondern bringt auch Menschen in die Region – als Gäste, Forschende und Lernende. Diese Verbindung aus Schutz, Wissen und Wertschöpfung ist seine große Stärke.“
Zugleich hob die Landesrätin hervor, dass erfolgreiche Schutzgebiete vom Miteinander leben:
„Wer Natur schützen will, muss die Menschen vor Ort einbinden, zuhören und gemeinsame Lösungen entwickeln. Genau dafür schafft das Forum Anthropozän einen wichtigen Raum für Austausch und Zusammenarbeit.“