Technologiepark Lavanttal: Zukunftsprojekt nimmt Gestalt an

LH Ing. Daniel Fellner vor dem Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs für den Technologiepark Lavanttal, das im Gemeindeamt St. Paul präsentiert wurde. Foto: LPD/Varh
Der Technologiepark Lavanttal nimmt konkrete Formen an: Am heutigen Montag wurde im Gemeindeamt St. Paul im Lavanttal das Siegerprojekt des europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs vorgestellt. Insgesamt 55 Architekturbüros hatten sich an dem Verfahren beteiligt – ein Rekord, wie Landeshauptmann Daniel Fellner betonte. Mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro entsteht beim neuen Bahnhof St. Paul ein interkommunales Zukunftsprojekt, an dem alle Gemeinden des Lavanttales beteiligt sind. Der Baustart ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen, die Bauzeit wird mit rund zwei Jahren veranschlagt.

„Es sollte hier nie ein klassischer Gewerbepark entstehen. Wir schaffen eine einzigartige Verknüpfung aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung. Damit setzen wir einen wichtigen Impuls für die Zukunft des gesamten Lavanttales“,

betonte Landeshauptmann Daniel Fellner.

Regionales Entwicklungszentrum

Im Technologiepark sollen künftig insbesondere Themen wie „Advanced Materials“ und Kreislaufwirtschaft erforscht werden. Im Fokus stehen dabei innovative Materialien, die widerstandsfähiger, nachhaltiger und besser recyclebar sind. Fellner unterstrich die große Bedeutung des Projektes für die gesamte Region:

„Der Technologiepark Lavanttal wird ein Ort der Innovation, der Zusammenarbeit und der nachhaltigen Entwicklung sein. Hier entstehen die Arbeitsplätze von morgen und neue Chancen für junge Menschen in unserer Region.“

BABEG-Geschäftsführer Markus Hornböck verwies auf die Bedeutung von Technologieparks als regionale Entwicklungszentren. In die Konzeption des Projektes seien rund 40 Stakeholder sowie zahlreiche Unternehmen aus der Region eingebunden gewesen. Ziel sei es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen eng miteinander zu vernetzen. Auch Geschäftsführer Bernhard Lamprecht sieht im Projekt enormes Potenzial:

„Wir schaffen hier Raum für Zukunftsthemen und tausende Arbeitsplätze. Gleichzeitig entsteht ein multifunktionaler Standort mit Werkstätten, Laboren, Büros, Gastronomie und Kinderbetreuung.“

Grüner Bau

Das Siegerprojekt stammt von den Architekturbüros „OSNAP Open South North Architecture Practice ZT GmbH“ und „Stoiser Wallmüller Architekten ZT GmbH“ gemeinsam mit dem Landschaftsplanungsbüro „Studio LandForm“. Das Konzept setzt konsequent auf Nachhaltigkeit: Mehr als die Hälfte des rund 90.000 Quadratmeter großen Areals bleibt unversiegelt. Geplant sind modulare Holzbauten, großzügige Grünflächen sowie flexibel nutzbare Gebäude, die sich an zukünftige Anforderungen anpassen lassen. Der Bürgermeister von St. Paul, Stefan Salzmann, sprach von einem „großen Meilenstein für die gesamte Gemeinde“. Durch die enge Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg entstehe ein Projekt mit Strahlkraft weit über das Lavanttal hinaus. Mit dem Technologiepark Lavanttal entsteht damit ein weiterer wichtiger Baustein für Kärntens Position als innovativer Forschungs- und Wirtschaftsstandort.