„Große Hitze ist eines der gefährlichsten Phänomene, die der Klimawandel mit sich bringt. Besonders augenscheinlich ist das natürlich in Hochtemperaturphasen während der Sommermonate, aber steigende Temperaturen beeinflussen unser Leben längst das ganze Jahr über. Da laut Prognosen mit einer Abkühlung nicht zu rechnen ist, müssen wir Kärnten resilienter gegen diese Entwicklung machen “,
„Hier geht es nicht nur um den individuellen Gesundheitsschutz, bei dem Kärnten schon viele gute Angebote hat, sondern darum, dem Thema Hitze auf unterschiedlichen Ebenen zu begegnen. In der Raumordnung, der Bauordnung, der Wasser- und kritischen Versorgungsinfrastruktur oder der Kühlung und Beschattung von beispielsweise Altenwohnheimen, Pflegeheimen, Schulen und öffentlichen Gebäuden“,
Regelungen für Klimaanlagen evaluieren
„Auch die Frage nach Kühlgeräten und den damit verbundenen Regeln auf Landes- und Bundesebene müssen wir aktiv diskutieren. Vieles davon stammt aus Zeiten, in denen Klimaanlagen als Luxusgeräte galten. Angesichts stetig weiter zunehmender Temperaturen stellt sich aber die Frage, ob es hier nicht ein grundlegendes Umdenken braucht und Klimageräte nicht primär unter Gesundheitsaspekten betrachtet und bewertet werden müssen. Drastisch gesagt: Klimaanlagen können zukünftig eine Frage des Überlebens werden, denn mehr Hitze bedeutet mehr Hitzetote“,
Gesetzliche Rahmenbedingungen für Hitzefrei am Bau
Klaren Nachschärfungsbedarf sieht SPÖ-LAbg. Maximilian Rakuscha bei den Bundesvorgaben für Hitzefrei am Bau.
„Die aktuelle Regelung ist nicht ausreichend. Zwar können Unternehmen anordnen, die Arbeit zu unterbrechen, aber Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass nur jedem vierten Bauarbeiter im Jahr 2025 hitzefrei gewährt wurde. Deshalb braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die Beschäftigte wirksam schützen und gleichzeitig für Rechtssicherheit in den Betrieben sorgen“,
„Wer bei großer Hitze schwere körperliche Arbeit leistet, muss sich darauf verlassen können, dass seine Gesundheit geschützt wird. Dafür braucht es einen gesetzlich abgesicherten Hitzeschutz.“

