Der Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt wächst weiter: Heute, Dienstag, erfolgte der Spatenstich für das neue Gebäude B16. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Klagenfurt, der BABEG und des Lakeside Parks setzte Technologiereferent Landeshauptmann Daniel Fellner damit ein weiteres sichtbares Zeichen für die technologische Weiterentwicklung Kärntens. Auf rund 3.200 Quadratmetern entstehen moderne Flächen für Innovation, Forschung und Entwicklung. Insgesamt werden 15,8 Millionen Euro investiert, die Bauzeit ist mit rund zwei Jahren veranschlagt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Nachhaltigkeit gelegt: Das neue Gebäude soll über eine eigene Photovoltaik-Anlage sowie Tiefensonden zur Heiz- und Kühlversorgung verfügen. Zudem wird eine Klima-Aktiv-Zertifizierung angestrebt.
Tech-Region
Für Landeshauptmann Daniel Fellner ist der Ausbau des Lakeside Parks ein weiterer Beweis dafür, dass Kärnten längst zu den starken Technologie- und Forschungsregionen zählt.
„Kärnten wird oft als Tourismusland wahrgenommen – und ja, wir haben eine wunderschöne Natur. Aber Kärnten ist viel mehr. Kärnten ist top als Technologie- und Forschungsland“,
betonte Fellner beim Spatenstich. Mit einer Forschungsquote von 3,39 Prozent liege Kärnten unter den Top-Ten-Regionen Europas. Diese Stärke müsse noch selbstbewusster nach außen getragen werden, so Fellner:
„Hätten wir das Selbstbewusstsein der Amerikaner, würde man Kärnten für seine Innovationskraft auf der ganzen Welt kennen.“
Der Lakeside Park zeige eindrucksvoll, welches Potenzial im Standort Kärnten stecke. Inzwischen sind dort fast 80 Unternehmen mit über 2.000 Beschäftigten sowie neun Forschungsorganisationen angesiedelt.
Zentraler Ankerpunkt
Auch BABEG-Geschäftsführer Markus Hornböck hob die Bedeutung der Technologieparks für Kärnten hervor. Sie seien Innovationszentren, die weit über ihre unmittelbaren Standorte hinaus Wirkung entfalten. Der Lakeside Park sei dabei der zentrale Ankerpunkt, von dem Innovation, Entwicklung und auch Administration ausgehen.
„Wir senden immer neue Ideen und Impulse aus“,
sagte Hornböck. Vizebürgermeister Ronald Rabitsch sprach von einem Leuchtturmprojekt und verwies insbesondere auf die Nähe zur Universität und zum Wörthersee als besonderen Standortvorteil. Lakeside-Park-Geschäftsführer Bernhard Lamprecht gab einen Überblick über den Projektablauf und betonte, dass man bei den Vorbereitungen gut in der Zeit liege. Die Nachhaltigkeit spiele beim Bau eine zentrale Rolle: Die Photovoltaik-Anlage des Gebäudes B16 wird eine Gesamtleistung von 93,6 kWp haben, die Tiefensonden zur Heiz- und Kühlversorgung erreichen eine Gesamtlänge von 4.950 Metern.
Zusätzlich zum Neubau werden in den kommenden Monaten rund 800.000 Euro in Photovoltaik-Anlagen auf weiteren Gebäuden des Lakeside Parks investiert. Diese Anlagen sollen eine Leistung von 500 kWp und eine jährliche Gesamtleistung von rund 500.000 kWh erreichen. Für Fellner ist klar: Investitionen wie diese stärken Kärnten nachhaltig als Wirtschafts-, Forschungs- und Technologiestandort.
„Der Lakeside Park zeigt, was möglich ist, wenn Forschung, Unternehmen, Bildung und öffentliche Hand gemeinsam an Zukunft arbeiten. Genau diesen Weg wollen wir weitergehen: mit Mut, mit Selbstbewusstsein und mit dem klaren Ziel, Kärnten als Innovationsland weiter nach vorne zu bringen“,
so der Landeshauptmann.