SPÖ Kärnten: 16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen ist kein privates und auch kein frauenpolitisches Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches – wir dürfen nicht wegschauen!

16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ist eine internationale Kampagne, die jedes Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen Welt nützen Fraueninitiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember), um auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen und setzen Aktionen dazu. Die SPÖ Kärnten wird aufgrund der aktuellen Situation keine Veranstaltung oder Mahnwachen veranstalten sondern über Soziale Medien die „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“- Kampagne 2020 kommunizieren und über Schwerpunkte und Zielsetzungen informieren.

„Ob es sich um ökonomische, sexuelle, psychische oder soziale Gewalt gegen Frauen handelt – gemeinsamer Nenner ist die „Unsichtbarkeit“, die sie umgibt. Weil sie oft zu Hause statt findet, im privaten Bereich – dort wo wir nicht hinschauen können, vielleicht auch dort wo wir nicht hinschauen wollen. Aber Gewalt ist niemals privat. Wir müssen immer hinschauen, auch wenn es hässliche Fratzen der Gewalt sind, wir müssen wachrütteln und sensibilisieren“,

so SPÖ Kärnten Frauenvorsitzende, Ana Blatnik.
Die Corona-Pandemie stellt Frauen und Mädchen in Österreich in ihren Berufs- und Lebenswelten vor besondere oft auch bedrohliche Herausforderungen. Besorgniserregend sind vor allem die Entwicklungen im Gewaltschutz. In den ersten acht Monaten 2020 mussten österreichweit 8.748 Betretungsverbote ausgesprochen werden, so viele wie im ganzen Jahr 2019. Allein in Kärnten gab es 548 Betretungsverbote. 20 Frauenmorde in diesem Jahr sind ein trauriger Höchststand. Die CoronaPandemie verschärft die an sich prekäre Situation vieler Frauen und Mädchen. Eine besondere Gefahrenlage gibt es laut Rotem Kreuz für ältere Frauen.

„Was kann die Politik tun? Rechtssicherheit geben – Gesetze erlassen, die Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen. Und die Institutionen und Menschen fördern, die Schutz und Hilfe bieten. Das bedeutet den kontinuierlichen Ausbau der finanziellen Ressourcen für Prävention und Gewaltschutz. Es bedeutet aber auch – Vorbild sein. Im Handeln, im Denken und vor allem in der Sprache. Gewalt gegen Frauen beginnt nicht mit dem blauen Auge sondern bei der Beleidigung, der Drohung, sie beginnt bei der verbalen Gewalt,“

betont SPÖ Kärnten Geschäftsführer, Andreas Sucher.
Die kommenden 16 Tagen wird die SPÖ Kärnten dazu nutzen, auf dieses immer noch bestehende Tabuthema hinzuweisen, zu informieren und klar fest zu halten, dass die SPÖ gegen jede Form der Gewalt angeht.