23.08.2018

Pensionen: Weiter Kritik an Weigerung der Bundesregierung Pensionisten einzubinden

BR Leitner: Wer nicht mit Betroffenen redet, muss sich über Kritik nicht wundern. Nichteinladung von Pensionistenvertretern bedenkliches Signal mangelnden Respekts

Weiter für Unmut in breiten Pensionistenkreisen sorgt die gestern von der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung der Öffentlichkeit als großzügiger Beschluss präsentierte Pensionserhöhung.

SPÖ-Bundesrat und Sprecher der älteren Generation Gerhard Leitner zeigt sich auch darüber pikiert, dass Pensionistenvertreter von Kurz und Strache nicht einmal zu Gesprächen eingeladen wurden: „Dabei würden schon allein Respekt, Wertschätzung und eine gute Kinderstube gegenüber der älteren Generationen geziemen, zumindest mit ihnen über ihre Anliegen zu reden. Eine derartige Missachtung und Geringschätzung ist nicht nur ein bedenkliches Signal gegenüber Betroffenen, sondern generell ein politisches Armutszeugnis“, macht Leitner deutlich. Für ihn seien die „salbungsvollen“ Worte von Kurz und Strache vor den Kameras in Richtung Senioren daher auch nicht glaubwürdig.

Verstärkt werde dieser Eindruck dadurch, dass die öffentliche Darstellung wonach vor allem Bezieher kleinerer Pensionen die großen Gewinner seien, ein verzerrtes Bild abgeben würden, dass so nicht stimme. „Von einer prozentuellen Besserstellung kann sich keine Rentnerin und kein Rentner was abschneiden. In absoluten Zahlen erhalten sie 29 Euro und pensionierte Großverdiener 68 Euro“, sieht Leitner den Versuch der Regierung auch bei den Pensionen der Öffentlichkeit ein Potemkinsches Dorf vorzugaukeln. Fairer und gerechter wären laut Leitner gleich hohe Fixbeträge für alle, sowie letztlich eine Anhebung der Mindestpensionen.

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