Wienerroither backt nun in Moosburg

Das traditionsreiche Familienunternehmen Bäckerei Wienerroither ist von Pörtschach am Wörthersee nach Moosburg übersiedelt.
Gestern, Mittwoch, wurde nach einem Jahr Bauzeit der neue Produktionsstandort BROT.HAND.WERK mit angeschlossenem Geschäft und Café von Landeshauptmann Peter Kaiser, in Beisein von Bürgermeister Herbert Gaggl, WKK-Präsident Jürgen Mandl, Marc Germeshausen, Leiter von Europe Direct in Kärnten, und Nils Jansen, Geschäftsführer Weissenseer Projektentwicklung eröffnet. Die Gäste wurden von Hausherr Martin Wienerroither und seiner Familie durch die Produktionsstätte geführt.
 
Der Landeshauptmann zeigte sich bei der Besichtigung des neuen Produktionsstandortes beeindruckt.

„Das Unternahmen, das in dritter Generation geführt wird, setzt in Zeiten, in denen oftmals Pessimismus vorherrscht, ein deutliches Zeichen und zeigt, was möglich ist, wenn eine Familie zusammenhält und gemeinsam mit kompetenten Partnern seine Visionen realisiert“,

sagte Kaiser
und erinnerte, dass die Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle bei dem Bauprojekt eingenommen hat.

„Es ging nicht nur um Energieeinsparung oder die Optimierung der Produktionsabläufe, sondern auch darum, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale Rahmenbedingungen zu bieten“,

führte Kaiser aus. 

Für Bürgermeister Gaggl ist die Ansiedelung der Bäckerei Wienerroither ein Freudentag für seine Gemeinde.

„Unternehmen brauchen nicht nur Geldförderungen, sondern auch Leute, die sie bei der Realisierung ihrer Projekte unterstützen. Die Eröffnung dieser Betriebsstätte ist in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn für die Gemeinde“,

sagte Gaggl.  

WKK-Präsident Jürgen Mandl verwies auf die Bedeutung der Familienbetriebe für den Wirtschaftsstandort Kärnten.

„In diesen Betrieben wird nicht nur über Generationen aufgebautes Wissen weitergegeben, sondern es werden auch Innovationen umgesetzt. Beides spiegelt sich in der hohen Qualität der Produkte wider“,

erinnerte Mandl.  

Martin Wienerroither erörterte, warum es notwendig war, eine neue Produktionsstätte zu errichten.

„Uns war es wichtig, eine zukunftsweisende Bäckerei zu errichten. Da eine weitere Erweiterung in Pörtschach nicht möglich war, haben wir uns für einen Neubau entschieden, bei dem die gesamte Produktion auf einer Ebene ist“,

schilderte Wienerroither.
 
Marc Germeshausen sprach über die Förderung der regionalen Wirtschaft innerhalb der EU. Über die Planung und die Umsetzung des Bauprojektes informierte Nils Jansen.     
 
Die Bäckerei Wienerroither wurde 1937 gegründet und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Ehe im Oktober 2024 der Spatenstich für die neue „Backstube“ in Moosburg erfolgte, wurden fast neunzig Jahre in Pörtschach am Wörthersee Backwaren und Süßspeisen produziert. In den Neubau wurden insgesamt 17,5 Millionen Euro investiert, rund 1,3 Millionen Euro an EU-Fördermitteln sind in Planungs- und Baukosten, aber auch in Maschinen, Geräte, Einrichtung und IT geflossen.
In den 14 Standorten des Unternehmens sind aktuell 210 Personen beschäftigt. Im letzten Jahr wurden in der Wienerroither Backstube 270.000 Handsemmeln geklopft, 94.000 Dinkelwurzeln gedreht, 140.000 Zuckerreinkerl gefüllt und 47.000 Krampussen die Hörner „gestutzt“. Die Konditoren haben im gleichen Zeitraum 11.245 Meter Strudel ausgezogen, gerollt und gebacken. 
Quelle: LPD Kärnten