26. August 2026
WasserRadar Kärnten: Künstliche Intelligenz stärkt Trinkwasserversorgung
„Kärnten verfügt grundsätzlich über gute Wasserressourcen. Gleichzeitig können längere Trockenperioden regional und zeitlich zu Engpässen führen. Deshalb müssen wir heute vorsorgen. Mit dem WasserRadar Kärnten verbinden wir kommunale Erfahrung, verlässliche Daten und künstliche Intelligenz. So können Wasserversorger früher handeln, wertvolles Trinkwasser schützen und die Versorgung der Bevölkerung langfristig absichern“
Vom Reagieren zum vorausschauenden Handeln
„Wasser wird für unsere Gemeinden in den kommenden Jahren noch stärker zu einem strategischen Zukunftsthema. Mit dem Projekt WasserRadar Kärnten wollen wir zeigen, wie kommunale Daten, moderne Technologien und künstliche Intelligenz dazu beitragen können, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken. Die Gemeinde Neuhaus bietet mit ihrer bereits bestehenden LoRaWAN-Infrastruktur und ihren Erfahrungen in der digitalen Wasserversorgung ideale Voraussetzungen für dieses Pilotprojekt; gleichzeitig ist für uns entscheidend, dass die kommunale Datensouveränität gewahrt bleibt. Durch die enge Zusammenarbeit von kommunaler Praxis und Wissenschaft soll eine Lösung entstehen, deren Erkenntnisse künftig auch auf weitere Kärntner Gemeinden übertragen werden können.“
Neuhaus als kommunales Best-Practice-Beispiel
„Mit WasserRadar Kärnten wollen wir nun den nächsten entscheidenden Schritt gehen: Vorhandene Wasserdaten sollen mit künstlicher Intelligenz verbunden werden, um unser Wassernetz noch besser zu verstehen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und konkrete Entscheidungen für einen sicheren und nachhaltigen Betrieb zu ermöglichen. Dabei geht es nicht um Digitalisierung. Es geht um einen ganz konkreten Nutzen für die Gemeinden und ihre Bürgerinnen und Bürger: Wasserverluste vermeiden, Ressourcen schonen, Betriebskosten reduzieren, Schäden früher erkennen und die Versorgungssicherheit auch bei Trockenperioden, Rohrbrüchen oder anderen Krisensituationen erhöhen. Unser Ziel ist es, dass Neuhaus dabei nicht nur von einem Projekt profitiert, sondern sein bereits aufgebautes Wissen auch anderen Gemeinden zur Verfügung stellt.“
Kommunale Praxis trifft Forschung
„Mit WasserRadar wollen wir zeigen, wie vorhandene Daten einer kommunalen Wasserversorgung intelligent zusammengeführt und mit modernen KI-Methoden nutzbar gemacht werden können. Gemeinsam mit der Gemeinde Neuhaus entwickeln wir am Software Competence Center Hagenberg einen Demonstrator, der Wasserbedarfsprognosen, Wasserbilanzen und die frühzeitige Erkennung ungewöhnlicher Verbrauchs- und Betriebsmuster ermöglicht. Gleichzeitig schaffen wir eine skalierbare technische Grundlage, die künftig auch auf weitere Gemeinden übertragen werden kann. Damit verbinden wir angewandte KI-Forschung unmittelbar mit konkretem Nutzen für eine sichere und nachhaltige kommunale Wasserversorgung.“
„Die Wasserversorgung der Zukunft beginnt nicht erst dann, wenn Wasser knapp wird. Sie beginnt heute, mit Wissen, mit Vorsorge und mit einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer wichtigsten Ressource.“
