15. Mai 2026
Wasser wird zur Zukunftsfrage: Kärnten stärkt Trinkwasserversorgung und Krisenvorsorge
Die Auswirkungen der Klimaveränderung sind längst auch in Kärnten spürbar. Der aktuelle Klimastatusbericht 2025 macht deutlich, dass längere Trockenphasen, höhere Temperaturen und häufigere Extremwetterereignisse zunehmend Einfluss auf Grundwasserreserven und die Versorgungssicherheit haben. Gleichzeitig steigt in vielen Bereichen der Wasserbedarf. Kärnten setzt deshalb verstärkt auf vorausschauende Maßnahmen, moderne Infrastruktur und den Schutz natürlicher Ressourcen.
„Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Gerade die vergangenen trockenen Wochen zeigen deutlich, wie wichtig es ist, unsere Trinkwasserversorgung langfristig abzusichern und rechtzeitig vorzusorgen“,
betont Wasserreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Versorgungssicherheit beginne nicht erst dann, wenn Wasser knapp werde, sondern dort, „wo frühzeitig geplant, investiert und gemeinsam gehandelt wird“.
Zentrale Zukunftsfrage
Der Bericht zeigt klar: Wasser entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Zukunftsfrage. Sinkende Grundwasserstände und steigender Bedarf betreffen nicht nur Landwirtschaft und Wirtschaft, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung. Kärnten reagiert darauf mit einem ganzheitlichen Ansatz: Investitionen in moderne Wasserversorgungssysteme, die stärkere Vernetzung von Gemeinden und Regionen sowie der Ausbau von Trinkwasser- und Notversorgung stehen dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig setzt das Land auf aktiven Umwelt- und Naturschutz, um die natürliche Widerstandskraft der Regionen zu stärken.
„Wir müssen Wasser, Umwelt und Gemeinden gemeinsam denken. Anpassung an die Klimaveränderung heißt, rechtzeitig vorzusorgen – mit moderner Infrastruktur, intakten Ökosystemen und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen“,
so Marika Lagger-Pöllinger. Ein konkretes Zukunftsprojekt ist die geplante überregionale Wasserschiene im Kärntner Zentralraum. Damit soll die Trinkwasser- und Notversorgung langfristig abgesichert und Gemeinden besser auf Trockenperioden sowie mögliche Krisensituationen vorbereitet werden.
