Wald der Zukunft: Neuer Schauwald in Nötsch macht Klimaanpassung erlebbar
Foto: Büro LRin Lagger-Pöllinger
Wie sieht der Wald der Zukunft aus und welche Baumarten kommen mit zunehmender Hitze und Trockenheit besonders gut zurecht? Im Mittelpunkt des Projekts steht die Naturverjüngung und damit die Frage, wie junge Bäume von klein auf unter sich verändernden klimatischen Bedingungen heranwachsen. Antworten darauf gibt der neue „Naturpark Wald – Von klein auf klimafit“ in Nötsch im Gailtal. Naturparkreferentin LRin Marika Lagger-Pöllinger stellte den neuen Schauwald heute gemeinsam mit Bürgermeister Alfred Altersberger, Grundbesitzer Jürgen Fischer und Vertreter:innen des Naturparks Dobratsch offiziell vor.
„Der Klimawandel verändert auch unsere Wälder. Umso wichtiger ist es, zu beobachten, welche Baumarten mit den zukünftigen Bedingungen der Zukunft gut zurechtkommen und dieses Wissen gleichzeitig für die Menschen erlebbar zu machen. Der neue Schauwald verbindet Klimawandelanpassung, Artenvielfalt und Naturvermittlung auf besonders anschauliche Weise. Vor allem Kinder und Jugendliche können hier unmittelbar entdecken, wie der Wald von morgen entsteht“,
betont Naturparkreferentin Lagger-Pöllinger.
Der Schauwald wurde vom Naturpark Dobratsch in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Nötsch im Gailtal und dem Grundbesitzer Jürgen Fischer umgesetzt. Direkt am beliebten Radweg von Nötsch zur Almwirtschaft in der Schütt informieren fünf Schautafeln in Form der markanten Dobratsch-Silhouette über die vielfältigen Aufgaben des Waldes, seine Bedeutung als Lebensraum und Klimaschützer, die Naturverjüngung sowie die unterschiedlichen Waldtypen im Naturpark. Ein neuer Rastplatz lädt Radfahrer:innen und Wander:innen zum Verweilen ein.
19 Baumarten unter Beobachtung
Bemerkenswert ist die große natürliche Vielfalt auf der Fläche. 19 verschiedene Baumarten sowie zahlreiche Straucharten kommen im Schauwald vor. Im Rahmen eines Monitorings wird beobachtet, wie sich die einzelnen Arten entwickeln und wie widerstandsfähig sie gegenüber Hitze und Trockenheit sind. Die Naturverjüngung steht dabei besonders im Fokus.
„Der Schauwald zeigt die Vielfalt, die direkt vor unserer Haustür steckt. Gleichzeitig schaffen wir einen Ort, an dem die Menschen die Natur nicht nur betrachten, sondern betreten, entdecken und verstehen können. Genau diese Verbindung von Naturerlebnis und Wissen zeichnet unseren Naturpark aus“,
so Lagger-Pöllinger.
Schülerinnen und Schüler machen den Schauwald digital erlebbar
Weiterentwickelt wird das Projekt gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Stiegerhof. Schülerinnen und Schüler werden Kurzvideos zu den verschiedenen Baum- und Straucharten erstellen. Über QR-Codes auf den Schautafeln sollen Besucher:innen diese künftig direkt vor Ort abrufen können. Das Schulprojekt soll bis Frühsommer 2027 abgeschlossen sein.