Von der Vision zur Praxis: Kärntens Gemeinden gestalten die digitale Zukunft

Unter dem Titel „Digitale Leuchttürme“ fand, Dienstag 18.11.2025, eine

Informationsveranstaltung zur Digitalisierung in den Kärntner Gemeinden

im Lakeside Park in Klagenfurt statt. Hintergrund: Kärntens Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen – vom Fachkräftemangel über den demografischen Wandel bis hin zu steigenden Anforderungen und komplexeren Verwaltungsaufgaben. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung enorme Chancen, Entlastung zu schaffen und Verwaltungsprozesse effizient zu modernisieren.

Daniel Fellner, Landesrat und Gemeindereferent, betont:

„Wir tragen gemeinsam Verantwortung für unsere Gemeinden, für die Menschen, die dort leben, und für eine Zukunft, die wir aktiv mitgestalten wollen.“

Fellner weiter:

„Die Herausforderungen werden nicht weniger, sehen wir diese als Chance. Wir können gestalten. Wir können entscheiden, ob wir stehen bleiben oder weitergehen.“ Künstliche Intelligenz mag zunächst nach etwas Großem klingen. Doch in Wahrheit gehe es um etwas ganz Einfaches, „weniger Bürokratie, weniger Belastung und mehr Zeit für das, worauf es wirklich ankommt“,

so Fellner.

Bürgermeister Josef Haller, Kuratoriumsvorsitzender des Gemeinde-Servicezentrums, unterstreicht dessen zentrale Rolle:

„Aus einem kleinen Beratungsangebot wurde in wenigen Jahren eine österreichweit einzigartige Serviceeinrichtung für die Gemeinden. Heute ist das Gemeinde-Servicezentrum eine tragende Säule der kommunalen Verwaltung.“

Die Digitalisierung und die Integration von KI sind aktuell besonders wichtig. Gemeinsam mit dem Gemeinde-Servicezentrum und Experten der TU Graz werden 2026 praxisnahe KI-Schulungen in allen Bezirken angeboten.

Sie orientieren sich direkt am Arbeitsalltag der Gemeinden:

Schritt für Schritt, zum Ausprobieren, Lernen und Mitnehmen. Die Gemeinden können eigene Wünsche und Themen einbringen, sodass die Ausbildungsoffensive maßgeschneidert gestaltet wird.

Beispiele erfolgreicher Projekte:

  • Das Streamdiver-Transkriptionstool wandelt Sitzungen automatisch in Text um, erleichtert die Niederschriften und zeigt, wie KI spürbar entlasten kann.
  • Das Praxisprojekt Merlin der Gemeinde Neuhaus demonstriert, wie digitale Tools in Krisensituationen die Handlungsfähigkeit stärken.
  • Weitere Initiativen, der Kindergarten-Personalpool oder digitale Lösungen für Personalauswahl und -verrechnung, zeigen, dass Digitalisierung nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch einen starken Mehrwert schafft.
IT-Sicherheit ist dabei ein zentraler Bestandteil aller Schulungen. Mitarbeitende lernen, Risiken zu erkennen, Daten zu schützen und sicher im digitalen Alltag zu agieren – sowohl beruflich als auch privat.

Der Gemeindereferent resümiert:

„Kärntens Gemeinden haben enormes Potenzial. Mit dem Gemeinde-Servicezentrum verfügen wir über eine Servicestelle, wie es sie in Österreich kein zweites Mal gibt. Gemeinsam schaffen wir effiziente und zukunftsfitte Gemeinden. Das heißt: mehr Zeit für Menschen, weniger für Papier, mehr für Zukunft, weniger für Vergangenheit.“

Und Fellner beton:

„Steuern wir die Digitalisierung so, wie wir sie gerne hätten. Für den Nutzen, den wir gerne hätten – und das mit Herz und Menschlichkeit!“

Quelle: LPD Kärnten