5. November 2025
Vollversammlung der Kärntner Arbeiterkammer tagte
Bei der Vollversammlung der Kärntner Arbeiterkammer wurden heute, Mittwoch, die aktuellen globalen Herausforderungen vielfach angesprochen. Landeshauptmann Peter Kaiser attestierte Kärnten jedenfalls Krisenresilienz und appellierte dafür, vorsichtig optimistisch in die Zukunft zu schauen. Von Arbeiterkammerpräsident Günther Goach wurde Ralph Sternjak als Vorstandsmitglied angelobt. Er löst Jutta Brandhuber ab, die seit 2000 im Vorstand war.
Der Landeshauptmann verwies in seiner Ansprache auf die instabile Weltlage und viele Unabwegbarkeiten. Es gelte daher umso mehr, mehr Optimismus anklingen zu lassen und neue Wege aufzuzeigen. Mehr Mut brauche es im Zusammenhang mit den Energiepreisen. Außerdem forderte er wiederholt einen einheitlichen Stromnetztarif in Österreich –
„auch die Autobahnvignette kostet überall gleich, egal, wie viele Autobahnkilometer es im Bundesland gibt.“
Kaiser hob zudem den kostenfreien Besuch von Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen in Kärnten hervor, den man weiter sichern wolle. Es gelte, die Öffnungszeiten noch mehr mit den Arbeitszeiten zu harmonisieren. Dazu werde es Kooperationen über die Gemeindegrenzen brauchen.
„In Kärnten haben wir in der Vergangenheit viele Krisensituationen gehabt. Wir haben uns trotzdem nie unterkriegen lassen“,
so Kaiser weiter.
Und wenn es darum gehe, den Gürtel enger zu schnallen, dann nur, um Raum für Investitionen, Weiterentwicklungen und die Sicherung von Arbeitsplätzen zu schaffen. Enorme Chancen werde jedenfalls die Koralmbahn bringen. Kärnten habe dafür viele konkrete Maßnahmen festgelegt und sei bei deren Umsetzung schon sehr weit. Ein bewährtes Fundament für unseren Wohlfahrtsstaat sei die Sozialpartnerschaft, betonte der Landeshauptmann. Innereuropäisch forderte er hingegen eine bessere Zusammenarbeit:
„Die EU wird weit unter ihrem Wert verkauft und muss stärker nach außen hin auftreten.“
AK-Präsident Goach ging auf die Teuerung ein, die insbesondere Energie, Wohnen und auch Lebensmittel betreffe. Auch er sprach sich daher für eine faire Aufteilung der Netzkosten aus. Zudem forderte er entsprechende Lohnerhöhungen, einen einheitlichen Betriebskostenkatalog und eine abgesicherte solidarische Krankenversicherung. Goach erwähnte auch die kürzlich präsentierte Konjunkturumfrage der Arbeiterkammer. Sie zeige ua den Facharbeitermangel und eine sinkende Investitionsbereitschaft auf.
ÖGB-Landesvorsitzender René Willegger betonte, dass „uns die Arbeitnehmenden mehr denn je brauchen“. Es gehe um eine gerechte Verteilung von oben nach unten.
Quelle: LPD Kärnten
