Trauer um Sigi Kulterer

Seine Ausstellung im Amtshaus,

„La vita è bella – das Leben ist schön“, wurde erst im September feierlich eröffnet. Diesen Samstag hat der international renommierte Künstler Sigi Kulterer nach langer, schwerer Krankheit, seine Augen für immer geschlossen. „Sigi war nicht nur ein bedeutender Maler, sondern auch ein Freund. Mit seinem Tod hinterlässt er eine Lücke in der Kärntner Kunstwelt und weit darüber hinaus“,

so Kulturreferent LH Peter Kaiser.
 

„Mit Sigi haben wir einen Mann, der, egal ob in Paris, New York oder in Kairo, stets als kultureller Botschafter für Österreich, Kärnten und seine Heimatgemeinde Ruden aufgetreten ist, verloren“,

bedauert Kaiser und betont:

„Für uns alle bleibt Sigi ein großes Vorbild, dem es mit viel Engagement gelungen ist, Kärnten, die Kunstwelt und die Menschen um ihn herum zu prägen“.

Besonders am Herzen lagen Kulterer seine sozialen Projekt in Schulen, mit Inhaftierten oder Schwerkranken.

„In dieser Arbeit wurde deutlich wie man Kunst auch dazu nutzen kann, Gutes zu tun“, so der Kulturreferent. Den Hinterbliebenen wünscht Kaiser viel Kraft in dieser schweren Zeit. „In unseren Herzen und in der Kunst, die uns Sigi hinterlassen hat, lebt er weiter“,

ist sich Kaiser sicher.
 
Sigi Kulterer wurde im November 1955 in Lienz geboren, besuchte das Gymnasium in Spittal an der Drau und studierte nach der Matura an der Kunstakademie Wien sowie an der HKG Basel, wo er sich auf Mal- und Gestaltungstherapie spezialisierte.
Ein Privatstudium bei Prof. Henry Müller im Bereich Bildungspädagogik vervollständigte seine Ausbildung. Nach ersten beruflichen Stationen außerhalb der Kunst, unter anderem in der Versicherungsbranche, widmete er sich schließlich voll und ganz der Malerei. Als freischaffender Künstler und Mitglied der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs setzte er sich in seinem Werk intensiv mit dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander – stets mit Blick auf deren Konflikte, Widersprüche und die dringenden Umweltproblematiken unserer Zeit. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagierte sich Kulterer besonders sozial: Er organisierte Workshops für Kinder, kranke und beeinträchtigte Menschen und gab sein Wissen auch als Lehrender weiter – unter anderem in Frankreich und Ägypten. Seine Werke wurden international ausgestellt und fanden große Beachtung. Für sein künstlerisches und gesellschaftliches Wirken wurde Kulterer vielfach ausgezeichnet: mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, dem Ehrenzeichen des Landes Kärnten, dem Titel „Artist of the Year 2019“, dem International Prize Paris sowie dem Preis der Stadt New York. Zudem ist er Ehrenbürger der Gemeinde Ruden.
Quelle: LPD Kärnten