Tagung der Landessportreferenten Österreichs

Auf Einladung von LH Peter Kaiser trafen sich die Sportreferenten der Bundesländer Dienstag und Mittwoch in Klagenfurt. Seitens des Bundes nahm Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt an der Tagung teil. Gastgeber LH Peter Kaiser präsentierte in der anschließenden Pressekonferenz gemeinsam mit Schmidt sowie Steiermarks Landeshauptmann Mario Kunasek und Oberösterreichs Sportlandesrat Markus Achleitner die wichtigsten Punkte, die während der zweitägigen Konferenz behandelt wurden: die Rolle des Ehrenamtes, die Finanzierung von Großsportveranstaltungen, die tägliche Turnstunde, Kinder- und Gewaltschutz im Sport und Landes-, Bundes- und Olympiazentren.

„Was uns eint, ist dass wir gemeinsam den Sport auf Länder- und Bundesebene weiterentwickeln wollen. Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten – egal ob auf Bundes-, Landes-, oder Gemeindeebene – ist es wichtig Synergien optimal zu nutzen. Kärnten ist beispielsweise bei der Umsetzung von Sportgroßveranstaltungen bundesweit Vorreiter: Wir arbeiten eng mit dem Tourismus und anderen Partnern zusammen, um das Optimum an Wertschöpfung zu generieren – sowohl für die Menschen, als auch für das Land“,

betonte Kaiser.
 
Besonders wichtig war es Kaiser, auf die Notwendigkeit der „Täglichen Turnstunde“ – die in Kärnten bereits erfolgreich in Elementarpädagogischen Einrichtungen und an Pflichtschulen umgesetzt wird – hinzuweisen.

„Sport spielt nicht nur im Bereich der Prävention eine wichtige Rolle, sondern vermittelt auch wichtige Werte, wie Fairness, Teamfähigkeit und Leistungsbereitschaft – durch die tägliche Turnstunde wird sichergestellt, dass alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig ihrer sozialen Herkunft oder ihres Wohnorts Zugang zum Sport haben“,

führte Kaiser aus.
 
Der Landeshauptmann verwies erneut auf die Bedeutung des Ehrenamtes im Sportbereich.

„Ohne Ehrenamtliche würde es viele Sportangebote oder Sportveranstaltungen nicht geben. Wir müssen dieses ehrenamtliche Engagement nicht nur würdigen, sondern auch notwendige Maßnahmen setzen, um Menschen die Ausübung von ehrenamtlichen Funktionen zu erleichtert“,

betonte Kaiser und nannte in diesem Bereich beispielsweise den Versicherungsschutz.
 
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt berichtete, dass das Projekt „Tägliche Bewegungseinheit“ mittlerweile im gesamten Bundesgebiet ausgerollt wird. 4.000 ausgebildete Bewegungscoaches gehen in die Bildungseinrichtungen.

„Sport muss für alle Kinder – unabhängig ihrer Herkunft – zugänglich sein. Gerade für Kinder aus sportfernen Familien ebnet die Tägliche Bewegungseinheit den Weg in ein bewegungsorientiertes und gesundes Leben“,

betonte Schmidt und berichtete, dass aktuell seitens des Bundes verhandelt wird, das Projekt von einer einjährigen Finanzierung auf eine Dreijahresfinanzierung umzustellen.
 
Landeshauptmann Mario Kunasek, der in der Steiermark für die Referate Sport und Tourismus zuständig ist, verwies auf die Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen: „Wir brauchen starke Partner, um diese Großsportveranstaltungen umzusetzen und müssen Synergien optimal nutzen – sowohl auf Länder- als auch auf Bundesebene.“
 
Landesrat Markus Achleitner, Sportreferent des Landes Oberösterreich, ging auf die Bedeutung der Bundes- und Landesleistungszentren ein: „Wir müssen die Talente aus dem Breitensport herausholen und ihnen optimale Trainingsvorrausetzungen bieten. Dafür wird es wichtig sein, auch in den Ländern Leistungszentren – egal, ob sie vom Bund oder den Ländern getragen werden – zu haben.“ Auch er verwies auf die Rolle von Großsportveranstaltungen für den Sportnachwuchs: „Internationale Veranstaltungen generieren nicht nur eine Wertschöpfung, sondern motivieren auch junge Menschen zur Ausübung einer Sportart“, schloss Achleitner.
Quelle: LPD Kärnten