Statement von Landeshauptmann Peter Kaiser zum Budgetdefizit von 4,7 Prozent:

LH Peter Kaiser:

„Endlich herrscht Klarheit! Das unwürdige Katz-und-Maus-Spiel um Österreichs tatsächliche Finanzlage hat nun ein Ende – leider mit einer bitteren Wahrheit: Ein Defizit von 4,7 Prozent ist die erschreckende Bilanz der Vorgänger-Bundesregierung.

Die Auswirkungen werden wir alle spüren – die Menschen im Land ebenso wie die Bundesländer und Gemeinden, die tagtäglich wichtige öffentliche Dienstleistungen erbringen. Jetzt braucht es vor allem eines: einen rot-weiß-roten Schulterschluss aller verantwortungsbewussten Kräfte – auch mit der Opposition.

Österreich steht vor großen Herausforderungen. Um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen und Lösungen finden, die sozial gerecht, fair und vor allem der Lebensrealität der Menschen sowie der Bundesländer und Gemeinden entsprechen.

Kärnten wird jedenfalls seinen Beitrag leisten – mit Weitblick, Verantwortung und einem klaren Fokus auf die Menschen. Die Fehler der Vergangenheit dürfen nicht zulasten der Zukunft unseres Landes gehen!“

  LHStv.in Gaby Schaunig:

„Die Zahlen zeigen, wie groß die Herausforderungen sind, vor denen alle Gebietskörperschaften stehen. Die größte Herausforderung wird es sein, den richtigen Weg einer Konsolidierung zu finden, ohne dabei die Konjunktur weiter zu schwächen. In Kärnten haben wir unter dieser Prämisse in einer großen Kraftanstrengung einen Sparplan im Umfang von einer Milliarde ausgearbeitet, der weiter ständig überprüft und angepasst wird.

Dass wir damit auf einem guten Weg sind, zeigen die aktuellen Zahlen der Bauwirtschaft: Kärnten ist neben Salzburg das einzige Bundesland, das 2024 eine Steigerung der Bauproduktion verbuchen konnte. Ganz besonders erfreulich war die Entwicklung zum Jahresende hin, mit einem Plus der Bauproduktion in Kärnten von über 56 Prozent im Dezember 2024 (im Vergleich zum Dezember 2023). Öffentliche Aufträge machen mehr als zwei Drittel dieser Steigerung aus, und hier wieder insbesondere die Sanierung im Wohn- und Siedlungsbau. 

Solche Investitionen, die die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt stärken, müssen aufrechterhalten werden. Dies darf – ebenso wie die notwendige Unterstützung von Menschen mit besonders geringen Einkommen – keinesfalls außer Acht gelassen werden.“

Quelle: LPD Kärnten