SPÖ-Frauen: „Falsches Signal – Schwangerschaft darf kein Karriereende bedeuten“

Da es in der Wirtschaftskammer keine Karenzregelungen für Funktionärinnen gibt, muss Widnig ihr Amt im Hinblick auf ihre bevorstehende Mutterschaft zurücklegen.

„Dass eine junge Frau im Jahr 2025 ihr Amt verliert, weil sie Mutter wird, ist schlicht untragbar. Es zeigt, dass die Wirtschaftskammer in alten Rollenbildern verhaftet ist. Schwangerschaft ist kein Makel und darf niemals zum Karriereende führen – weder im Betrieb noch in der Funktionärskammer“,

betont Oberrauner.
Widnig hatte ein Modell vorgeschlagen, das eine kurze Vertretung während der Babypause ermöglicht und den raschen Wiedereinstieg sicherstellt. Dieses wurde von Sylvia Gstättner, Direktorin des Wirtschaftsbund, jedoch abgelehnt. Für Oberrauner ist das ein klares Zeichen struktureller Benachteiligung:

„Wenn Männer bei längeren Erkrankungen oder beruflicher Überlastung vertreten werden können, Frauen jedoch schon bei Mutterschutz ausgeschlossen werden, ist das nichts anderes als Diskriminierung.“

Die SPÖ-Frauen fordern daher klare gesetzliche und statutarische Regelungen für Karenzen in politischen und wirtschaftlichen Funktionen.

„Nur so stellen wir sicher, dass Frauen mit Kindern die gleichen Chancen haben, Verantwortung zu übernehmen und Karriere zu machen. Alles andere sendet ein problematisches Signal an junge Frauen, die Familie und Beruf miteinander vereinbaren möchten“,

so Oberrauner.

„Wir brauchen eine Wirtschaftskammer, die Frauen ermutigt und ihre Fähigkeiten wertschätzt. Schwangerschaft darf dabei niemals zum Ausschlusskriterium werden“,

erklärt Oberrauner abschließend.