Schutz für einzigartiges Naturjuwel: Besucherlenkung am Egelsee wird verbessert

Der Egelsee auf dem Hochgosch in der Stadtgemeinde Spittal an der Drau zählt mit seinem umliegenden Zwischenmoor zu den ökologisch wertvollsten und zugleich empfindlichsten Lebensräumen in Kärnten. Um das stark gefährdete Biotop langfristig zu erhalten, startet nun das Projekt „Moorschutz Egelsee“.
Ziel des Projekts ist es, durch gezielte Besucherlenkung und eine ökologische Erneuerung der Infrastruktur das sensible Moorgebiet vor weiterer Beeinträchtigung zu schützen. Bestehende Stege und Trampelpfade, die über die Jahre teils das Moor geschädigt haben, werden rückgebaut. Stattdessen entstehen neue Zugänge an weniger sensiblen Stellen – unter anderem ein Zugangssteg auf Piloten mit Geländer sowie ein Informationsbereich außerhalb des Moores.

„Mit dem Egelsee haben wir ein Naturjuwel von landesweiter Bedeutung. Ich bin hier aufgewachsen, habe das Gebiet selbst oft besucht. Der Schutz gefährdeter Lebensräume wie dieses Zwischenmoors ist für mich nicht nur ein politisches Anliegen, sondern auch eine persönliche Herzensangelegenheit. Ich freue mich, dass dieses Projekt nun zur Gänze aus EU Mittel gefördert werden kann, weil es auch den dazugehörigen Richtlinien entspricht – es zeigt, wie mit gezielten Maßnahmen Naturschutz und sanfter Tourismus in Einklang gebracht werden können.“,

hebt Landesrätin Sara Schaar, die selbst aus der Region stammt und den Egelsee als Naherholungsgebiet schätzt, die besondere emotionale Verbindung hervor.

„Der Egelsee ist nicht nur ein Rückzugsort für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet für unsere Bevölkerung. Es ist unsere Verantwortung, dieses Naturerbe zu bewahren. Die neue Besucherlenkung ist ein wichtiger Schritt, um Naturgenuss und Schutz bestmöglich zu verbinden.“,

unterstreicht auch Spittals Vizebürgermeisterin Angelika Hinteregger die Bedeutung für die Region.
Das Projekt wurde bereits wasser- und naturschutzrechtlich genehmigt und wird bis Ende 2026 umgesetzt. Die Projektkosten von knapp über € 330.000 werden zur Gänze aus EU Mittel im Rahmen der EU-Naturschutzmaßnahme „Investitionen zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des natürlichen Erbes“ getragen.
Quelle: LPD Kärnten