Schaunig: „Wir schaffen leistbares Eigentum“

In Villach-Völkendorf entsteht derzeit ein neues, gefördertes Wohnprojekt mit insgesamt 111 Eigentumswohnungen. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von rund 4.000 Euro liegt das Angebot deutlich unter dem aktuellen Marktniveau und setzt damit ein klares Zeichen für mehr leistbares Eigentum in Kärnten. Realisiert wird das Projekt von der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft „meine Heimat“ in enger Zusammenarbeit mit dem Land Kärnten und der Stadt Villach. Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig betont die Bedeutung dieses Ansatzes:

„Leistbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. In Kärnten gelingt es uns im Mietbereich sehr gut, durch den starken gemeinnützigen Wohnbau das Preisniveau insgesamt niedrig zu halten. Genau diesen erfolgreichen Zugang übertragen wir nun bewusst auch auf den Eigentumsbereich. Dort, wo der Bedarf besonders groß ist und die Preise stark steigen, setzen wir gezielt an, um mehr leistbares Eigentum zu ermöglichen und damit auch im Eigentumssegment eine spürbare Entlastung zu erreichen.“

50 Wohnungen werden über das Wohnbaupaket des Bundes gefördert, 47 über die Wohnbauförderung des Landes – damit sinken die Quadratmeterpreise für die Förderwerberinnen und Förderwerber noch einmal deutlich in Richtung 3100 bis 3300 Euro/Quadratmeter. Die restlichen Wohnungen werden frei finanziert.

Vier gewinnt

Villachs Bürgermeister Günther Albel unterstreicht die breite Wirkung des Projekts: „Vier gewinnt!“ Er verweist dabei auf vier zentrale Vorteile: Erstens schafft das Projekt leistbares Eigentum für neue Zielgruppen und reagiert damit direkt auf den steigenden Druck am Wohnungsmarkt. Zweitens werden durch den Umzug in Eigentumswohnungen Mietwohnungen frei, die dringend benötigt werden. Drittens wirkt der vergleichsweise günstige Quadratmeterpreis preisdämpfend über das Projekt hinaus. Und viertens bringt die Entwicklung auch infrastrukturelle Verbesserungen für den gesamten Stadtteil mit sich – etwa im Bereich der Rad- und Fußwege.

„Unterm Strich ist dieses Projekt ein großer Gewinn für ganz Villach – insbesondere dann, wenn es als Vorbild für weitere Initiativen dient“, so Albel. „Wenn es gelingt, ähnliche Projekte umzusetzen, können noch mehr Menschen ihren Traum vom Eigentum verwirklichen.“

Sechs Wohnhäuser

Auch der Bauträger sieht in dem Projekt ein klares Signal für den Wohnungsmarkt. Helmut Kusternik, Vorstandsvorsitzender der Wohnbaugenossenschaft „meine Heimat“, erklärt:

„Unser Anspruch ist es, auch im Eigentum modernen, attraktiven und gleichzeitig leistbaren Wohnraum zu schaffen – für Menschen, die mehr suchen als nur ein Dach über dem Kopf. Leistbares Wohnen bedeutet für uns faire Preise, eine hohe Bauqualität und ein Zuhause, das langfristig Sicherheit und Stabilität bietet.“

Das Projekt umfasst sechs Wohnhäuser mit insgesamt 111 Wohnungen sowie 186 Tiefgaragenstellplätze. Die Wohnungsgrößen reichen von rund 41 bis 127 Quadratmetern und bieten damit passende Angebote für unterschiedliche Lebenssituationen. Erdgeschosswohnungen verfügen über Eigengärten, darüber hinaus stehen großzügige Balkone und Terrassen zur Verfügung. Neben einer nachhaltigen Bauweise mit Fernwärme und Photovoltaik wurde besonderer Wert auf durchdachte Grundrisse und hohe Wohnqualität gelegt.
Der Baustart erfolgt im Mai, die Errichtungszeit wird zweieinhalb Jahre betragen. Bereits mehr als die Hälfte der Wohnungen wurde verkauft oder reserviert – ein klares Zeichen für die hohe Nachfrage nach leistbarem Eigentum. Das Projekt zeigt damit deutlich, dass durch die enge Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und gemeinnützigen Bauträgern wirksame Lösungen für den Kärntner Wohnungsmarkt geschaffen werden können.