15. September 2025
RSG 2030: Zukunftsprogramm für die Gesundheitsversorgung in Kärnten
„Ein Zukunftsprogramm für eine sichere Gesundheitsversorgung in Kärnten.“
„Nach intensiven Vorbereitungen haben wir einen Plan erarbeitet, der sicherstellt, dass die Kärntnerinnen und Kärntner auch in den kommenden Jahren bestmöglich, modern und wohnortnah versorgt werden“,
RSG ist komplexe Materie
„Wir müssen die demographische Entwicklung – Kärnten altert schneller als andere Bundesländer –, den medizinischen Fortschritt und die Digitalisierung, vorhandene Ressourcen und bundesweite Vorgaben berücksichtigen. Doch über allem steht mein erklärtes Ziel: die beste und hochwertigste Gesundheitsversorgung für alle Generationen, in allen Regionen Kärntens“,
Ausbau der Versorgung im niedergelassenen Bereich
„Wir haben in langwierigen, harten Verhandlungen mit der Sozialversicherung durchgesetzt, dass die Versorgung außerhalb der Krankenanstalten so ausgebaut wird, dass sie sowohl für die Spitäler als auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Entlastung bringt. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das kürzere Wartezeiten und neue Leistungen, die bisher nur in den Krankenanstalten angeboten wurden“,
Bis zu acht Ambulatorien außerhalb der Spitäler
„PVE sind wohnortnahe, interdisziplinäre Gesundheitszentren mit erweiterten Öffnungszeiten, die eine breite Versorgung bieten und gleichzeitig Spitäler spürbar entlasten“,
„Wir sehen, wie erfolgreich das Modell im LKH Villach bereits wirkt: Mehr als 87 Prozent der Fälle konnten dort im vergangenen Jahr ohne fachärztliche Weiterbehandlung im Spital abgeschlossen werden.“
Versorgung nachhaltig weiterentwickeln
„Die demografische Entwicklung in Kärnten mit einem deutlichen Anstieg der über 65-Jährigen stellt uns vor neue Herausforderungen. Mit dem RSG 2030 reagieren wir darauf: Mehr Primärversorgungseinheiten, zusätzliche Planstellen in nachgefragten Fachrichtungen und die gezielte Einrichtung von Ambulatorien garantieren, dass wir die Versorgung nachhaltig und qualitätsgesichert weiterentwickeln“,
Spezialisierungen ausbauen
„Wir schaffen eine verstärkte Zusammenarbeit durch die Bündelung von Abteilungen“,
„Zum Beispiel im Bereich Allgemeinchirurgie zwischen LKH Villach und Krankenhaus Spittal oder in der Pädiatrie zwischen Klinikum Klagenfurt und LKH Villach.“
Konkrete Versorgungsaufträge definiert
„Mit der Definition und Einführung von konkreten Versorgungsaufträgen je Krankenanstalt sind wir in Kärnten Vorreiter in Österreich, tragen damit auch zur Standort-Sicherung bei und ergänzen die quantitativ dominierte RSG-Strukturplanung um eine für die Zukunft entscheidende qualitative Komponente“,
Stärkung der Übergangspflege
Zeitplan für weitere Beschlussfassung
„Der Entwurf des RSG 2030 steht für eine moderne, wohnortnahe und zukunftssichere Gesundheitsversorgung in Kärnten – dafür übernehmen wir gemeinsam Verantwortung, stärken die Ressourcen und bauen das Leistungsspektrum vor allem im niedergelassenen Bereich aus“,
- Erweiterung um 5 Facharzt-Planstellen (Augenheilkunde, Innere Medizin, Lungenkrankheiten, Urologie, Psychiatrie)
- Errichtung von bis zu 8 Ambulatorien – fixiert in den Bereichen Urologie, Augen, Dermatologie, Schmerzen, Diabetes
- Errichtung von bis zu 10 zusätzlichen PVE
- Installierung einer Erstversorgungsambulanz (EVA) im Klinikum Klagenfurt
- Erhöhung der ambulanten Betreuungsplätze um 24
- Reduktion der stationären Betten um 131 (davon 5 tagesklinische Plätze)
- Schärfung und Ausbau von Kooperationen und bilateralen Vereinbarungen zwischen Fondskrankenanstalten
- Etablierung von konkreten Versorgungsaufträgen je Fondskrankenanstalt
