Regierungssitzung – Von Freiwilligenzentrum bis Blackout-Prävention – Kärnten setzt neue Maßstäbe bei Sicherheit und Hilfe

Katastrophenschutz war das Leitthema der heutigen Regierungssitzung.

Der zuständige Katastrophenschutzreferent des Landes Kärnten, Landesrat Daniel Fellner, präsentierte Beschlüsse, unter anderem eine zusätzliche Unterstützung von 500.000 Euro für neue Einsatzuniformen der Freiwilligen Feuerwehren in Kärnten.

„Zeitgemäße Uniformen aus besonders belastbaren Materialien sind mehr als Ausrüstung, sie sind auch ein Zeichen unseres Dankes. Sie geben unseren Feuerwehrfrauen und -männern mehr Beweglichkeit, höheren Schutz und die Sicherheit, die sie für ihre anspruchsvollen und oft auch gefährlichen Einsätze brauchen.“

„Denn“,

so Fellner weiter,

„Wir investieren nicht in Uniformen, wir investieren in Leben!“

Sicherheit ist die Grundlage für ein funktionierendes Land,

auch angesichts der Möglichkeit großflächiger Stromausfälle (sogenannte „Blackouts“), wie heuer beispielsweise in Spanien passiert, erinnert Fellner.

„In solchen Situationen, die uns alles abverlangen, wird deutlich, dass wir gut vorbereitet sein müssen.“

Und das sei man in Kärnten, so Fellner. Laut aktuellen Erhebungen nimmt das südlichste Bundesland eine Vorreiterposition in der Blackout-Prävention ein. Nicht nur, dass die Kärntnerinnen und Kärntner selbst vergleichsweise gut auf ein solches Szenario vorbereitet sind, so haben auch Kärntens Gemeinden vorgesorgt: In 132 Gemeinden gibt es 152 „Leuchttürme“.

„Das sind zentrale Einheiten in öffentlichen Gebäuden, die notstromversorgt sind. Jede Kärntner Gemeinde ist inzwischen mit einem solchen ausgestattet“,

so der Katastrophenschutzreferent.

In Summe rund 3,5 Millionen Euro flossen in einer Förderinitiative in deren Errichtung.

„Das ist eine nachhaltige Investition in die Sicherheit und Selbstversorgung unserer Gemeinden. Im Anlassfall sind wir sehr gut aufgestellt – und das ist ein gutes Gefühl!“

Ein weiterer Schwerpunkt der heutigen Regierungssitzung war die Feuerwehrjugend. Startete Kärnten im Jahr 2002 mit der jüngsten Feuerwehrjugend Österreichs, liegt man inzwischen im Spitzenfeld. Die Mitgliederzahl, vor allem bei den Mädchen, hat sich seither außerordentlich positiv entwickelt – auf 25 Prozent. Als Motivator entpuppte sich zudem die Senkung der Altersgrenze auf unter 10 Jahre (auf 6 Jahre). Derzeit wird ein maßgeschneidertes Ausbildungsmodell für die U10-Mitglieder entwickelt.
In Summe steht die Feuerwehrjugend aktuell bei rund 2.300 Mitgliedern. Bei den Landesmeisterschaften erzielt Kärnten regelmäßig Rekordteilnehmerzahlen, im letzten Jahr nahmen rund 1.000 Jugendlichen teil – mehr als jemals zuvor. Auch bei Bundesmeisterschaften reüssiert Kärnten regelmäßig im Spitzenfeld. 2027 finden die Bundesmeisterschaften im Kärntner Wolfsberg statt, die Vorbereitungen für das Event laufen bereits.

Ebenfalls im Fokus der Regierungssitzung stand die Ehrenamtsoffensive.

„2025 haben wir das erste Freiwilligenzentrum Kärntens eröffnet, eine digitale Plattform erschaffen, Wertschätzung durch Benefits und Vergünstigungen erreicht, sowie einen subsidiären Versicherungsschutz installiert. All das sind große Schritte, aber wir sind noch nicht am Ziel. Auch 2026 wird es weitere Neuerungen geben“,

so Fellner.
So sei für 2026 die erste Freiwilligenmesse Kärntens geplant. Außerdem auf der Agenda steht die Weiterentwicklung des Freiwilligenzentrums mit der Gründung eines eigenen Vereins. Sowie die Erweiterung des Kurzlehrgangs „Ehrenamt“ um weitere zwei Module.

„Wir sind voller Tatendrang, denn wir wissen, dass die Kärntnerinnen und Kärntner die tausenden Ehrenamtlichen in unserem Land brauchen!“

Schließlich präsentierte Fellner das NATWARN – „Naturgefahren-Prognose- und Warnsystem“.

„Die Prognosen sprechen ein klares Bild: mehr Starkregen, mehr Muren, mehr Hochwasser – Extremwetterereignisse nehmen zu. Mit ‚Natwarn Kärnten‘ schaffen wir eine zentrale Steuerung von Naturgefahrenwarnungen und optimieren die Abläufe im Krisenfall: Wer macht was, wann und mit welchem Ziel, damit unsere Bevölkerung bestmöglich geschützt ist.“

Der Katastrophenschutzreferent schließt mit seiner Vision für Kärnten:

„Kärnten soll ein Musterland für Sicherheit, Prävention und freiwilliges Engagement sein. Mit bestens ausgestatteten Einsatzkräften, resilienten Gemeinden und motivierter Jugend bauen wir ein Land, das jeder Herausforderung gewachsen ist, heute und in der Zukunft.“

Quelle: LPD Kärnten