Regierungssitzung: Regierung und Sozialpartner: Bildung als Schlüssel für Standort und Wohlstand
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Gestern, Dienstag, fand wieder das Arbeitsgespräch mit den Sozialpartnern im Rahmen der Regierungssitzung statt. Schwerpunktthema diesmal war der Bereich Bildung, Aus- und Weiterbildung, von der Elementarpädagogik über die Lehre bis hin zu berufsbegleitender Ausbildung und dem tertiären Bildungssektor in Kärnten.
„Dieser Schwerpunkt wurde im Vorfeld aufbereitet und mit Studien untermauert. Bildung ist der Schüssel für eine moderne Arbeitswelt und ganz konkret für Wohlstand. Basis für ein erfolgreiches Arbeitsleben, für den Wohlstand im Land und den Standort Kärnten sind die Kompetenzen, der veränderte Anspruch an diese und deren Wichtigkeit in den Betrieben. Zusätzlich zählen Soft Skills, wie die Fähigkeit, Probleme zu lösen, die Lernbereitschaft ein Leben lang und ein ganzheitliches Denken zu den Erfolgsfaktoren für Arbeit und Wirtschaft“,
fasst LH Peter Kaiser mit Regierungskollegen LHStv Martin Gruber in der Pressekonferenz mit AK-Präsident Günther Goach und WK-Vizepräsident Otmar Petschnig zusammen.
Vor allem die Themen Digitalisierung, Betriebswirtschaft, Technik seien die großen Themen im Kompetenzranking.
„Die Herausforderungen für die Zukunft lassen sich zusammenfassen: Wir brauchen mehr Praxisorientierung in der Bildung unserer Kinder, von der Elementarpädagogik bis hin zum tertiären Sektor, mehr Kooperationen von Wirtschaft und Bildungseinrichtungen sowie eine kontinuierliche Aktualisierung der Lehrpläne, um zeit- und trendgerecht auszubilden“,
so Kaiser, der auch darauf verwies, dass nicht zuletzt deshalb im Landesbudget das Thema Bildung mit der höchsten Dotation gegenüber allen Bereichen ausgestattet ist.
LHStv Martin Gruber hielt fest, dass die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten unerlässlich sei. „Das Thema Bildung und Ausbildung für den Arbeitsmarkt ist standortentscheidend, dafür müssen wir das Bewusstsein schärfen. Es ist notwendig, das Ausbildungsangebot auf jeder Ebene noch mehr mit den Bedürfnissen der Wirtschaft zu synchronisieren“, hielt Gruber fest, der entsprechend notwendige Deregulierungsmaßnahmen als wesentlich für das Wirtschaftswachstum nannte. „Politik und Sozialpartner sehen Bildung als einen wesentlichen Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Das ist auch in den wirtschaftspolitischen Guidelines festgehalten, zu deren Umsetzung wir uns als Landesregierung bekannt haben“,
so der Landeshauptmannstellvertreter.
Otmar Petschnig, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Kärnten verwies auf die Stärkefelder Kärntens in Hinblick auf die Bildung. „Das Bildungsangebot in Vergleich mit anderen Bundesländern ist in Kärnten hervorragend, das müssen wir über die Grenzen hinaustragen, gerade im Vorfeld der Fertigstellung der Koralmbahn. Die Vielzahl von Bildungseinrichtungen macht aber für die Schlagkraft in Zukunft eine Synchronisation abseits eines etwaigen Kirchturmdenkens notwendig“, so Petschnig, der auch auf die internationale Schule verwies, die es in der Steiermark noch nicht geben würde. Petschnig sagte auch, dass die MINT-Ausrichtung in Kindergärten nun ihren Weg in die Volksschulen finden werde, um das Technikinteresse zu forcieren.
AK-Präsident Günther Goach zitierte Brecht:
„Lernt lernen und verlernt es nie, um auf die Notwendigkeit einer entsprechenden Ausbildung zu verweisen, damit sich „die Wirtschaft und der Wohlstand im Land weiterentwickeln können“.
Goach sprach den Bereich der arbeitslosen Menschen an.
„Nur, wer eine entsprechende Qualifikation hat, wird auch wieder schnell Arbeit finden“,
so der Präsident.
Er hob vor allem die Lehre als Erfolgsmodell für ein Arbeitsleben hervor, ebenso wie die Spezialisierung neben einer Grundausbildung.
„Zwischenbetrieblich wie überbetriebliche Ausbildungsformen sind die Zukunft. Beschäftigungswerkstätten für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden für die Qualifizierung bis hin zum Pensionsantritt sorgen“,