Prettner bringt alle an einen Tisch: Versorgung bleibt gesichert
Foto: LPD/Shutterstock
Am Runden Tisch nahmen Vertreterinnen und Vertreter der KABEG, des KABEG-Aufsichtsrates, der Ärztekammer und des Betriebsrates teil. Der Leiter des Departments für Interventionelle Radiologie, OA Luca De Paoli, war ebenfalls eingeladen, konnte den Termin jedoch nicht wahrnehmen.
„Ich halte nichts davon, einander Botschaften über die Medien auszurichten. Bei einem so sensiblen Thema müssen alle Beteiligten direkt miteinander sprechen und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen“,
betont Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
„Im Mittelpunkt stehen die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten und eine stabile Zukunft für die interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt.“
Forderungen des Teams erfüllt
Beim Runden Tisch legte die KABEG ein Fünf-Punkte-Papier des Teams der interventionellen Radiologie vor. Nach Angaben der KABEG konnten sämtliche darin enthaltenen Forderungen erfüllt werden. Dazu zählen die Anschaffung eines sogenannten Zero-Gravity-Systems als Alternative zu schweren Bleischürzen, Teleworking-Möglichkeiten während der Rufbereitschaft, besondere Regelungen zu täglichen Ruhezeiten sowie Verbesserungen bei der Parksituation für die Teammitglieder. Da darüber hinaus keine konkreten Forderungen oder weiteren Kündigungsgründe benannt werden konnten, lädt das KABEG-Management die betroffenen Ärzte nun zeitnah zu direkten Gesprächen ein. Ärztekammer und Betriebsrat sollen daran ebenfalls teilnehmen.
Versorgung weiterhin sichergestellt
Trotz der ausgesprochenen Kündigungen bleibt die interventionell-radiologische Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Die bestehenden Dienstverträge und Kündigungsfristen sichern den laufenden Betrieb vorerst ab. Zusätzlich gibt es positive Signale aus benachbarten Bundesländern, bei Bedarf unterstützend einzuspringen. Gleichzeitig führt die KABEG bereits aussichtsreiche Gespräche mit Bewerberinnen und Bewerbern. Weitere Gespräche für die interventionelle Radiologie sind noch im August vorgesehen.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen diese junge und zukunftsträchtige medizinische Fachrichtung am Klinikum Klagenfurt nicht nur absichern, sondern langfristig weiterentwickeln und stärken“,
erklärt Prettner.
Gemeinsam an einer stabilen Lösung arbeiten
Die interventionelle Radiologie ermöglicht besonders schonende, bildgesteuerte Eingriffe und ist damit ein wichtiger Bestandteil einer modernen medizinischen Versorgung. Umso entscheidender ist es, nun gemeinsam eine verlässliche Perspektive für das Department zu schaffen.
„Ich danke allen Beteiligten, die am Runden Tisch Platz genommen haben. Gerade in der Gesundheitsversorgung braucht es Verantwortungsbewusstsein, Sachlichkeit und das persönliche Gespräch“,
so Prettner. Sie zeigt sich zuversichtlich, dass auch mit den betroffenen Ärzten weitere Gespräche geführt und Lösungen erarbeitet werden können.