Plus: Kärntner Bauwirtschaft trotzt Bundestrend

Kärnten konnten im Jahr 2024 entgegen dem Bundestrend gegenüber dem Jahr 2023 eine Steigerung in der Bauwirtschaft verbuchen. Insgesamt wurden in Kärnten Bauprojekte mit einem Volumen von 1.459,6 Millionen Euro vergeben. Das entspricht einer Steigerung um 1,7 Prozent. Davon entfielen 834,1 Millionen Euro auf öffentliche Aufträge (+7,7 Prozent). Die Summe der privat vergebenen Aufträge betrug 625,5 Millionen Euro (-5,3 Prozent). Das geht aus einem Bericht der Statistikabteilung des Landes Kärnten zur Bauwirtschaft 2024 hervor.
Für Landeshauptmann Peter Kaiser und Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig verdeutlichen diese Zahlen, wie wichtig öffentliche Bauvorhaben für den Wirtschaftsstandort Kärnten sind.

„Öffentliche Bauaufträge sind in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten unverzichtbar – sie setzen Wirtschaftsimpulse, schaffen und sichern viele tausend Arbeitsplätze und kurbeln die Bauwirtschaft an. Als Auftraggeber sind wir uns dieser Verantwortung bewusst und daher stets bemüht, verantwortungsbewusst zu investieren. Diesen erfolgreichen Weg werden wir auch im Jahr 2025 fortsetzen“,

betont Kaiser.
Er verweist darauf, dass die öffentliche Hand 2025 dieses Jahr rund 1,3 Milliarden Euro in Bauprojekte in Kärnten investieren wird. Das Auftragsvolumen des Landes Kärnten wird 421 Millionen Euro betragen. Davon fließen rund 252 Millionen in Hochbauprojekte und 146 Millionen in den Bereich Tiefbau. 
Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig streicht die besonders erfreulich Entwicklung zum Jahresende hin, mit einem Plus der Bauproduktion in Kärnten von über 56 Prozent im Dezember 2024 (im Vergleich zum Dezember 2023).

„Öffentliche Aufträge machen mehr als zwei Drittel dieser Steigerung aus, und hier wieder insbesondere die Sanierung im Wohn- und Siedlungsbau. Solche Investitionen, die die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt stärken, müssen aufrechterhalten werden. Dies darf – ebenso wie die notwendige Unterstützung von Menschen mit besonders geringen Einkommen – bei allen auch seitens des Bundes diskutierten Sparmaßnahmen zur Budgetstabilisierung keinesfalls außer Acht gelassen werden.“

In Kärnten betrug 2024 der Wert der Gesamtproduktion in der Sparte Hochbau 705,1 Millionen Euro, woraus sich ein Anstieg von 0,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum errechnet. Österreichweit gab es eine Verringerung um 6,1 Prozent. Der Tiefbau in Kärnten verbuchte einen Umsatz von 528,0 Millionen Euro und somit einen Zuwachs von 3,4 Prozent. Bundesweit wurde ein Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichnet. Der Bereich „Vorbereitende Baustellenarbeiten und spezielle Bautätigkeiten“ erhöhte sich in Kärnten um 2,2 Prozent und erreichte ein Volumen von 226,5 Millionen Euro. In Österreich sank er hingegen um 1,6 Prozent.
 
Neben Kärnten konnte nur Salzburg mit 2,9 Prozent einen Zuwachs beim Bauvolumen im Vergleich zu 2023 verbuchen. Österreichweit wurden insgesamt 25.805,3 Millionen Euro (-3 Prozent) in Bauprojekte investiert, die sich wie folgt aufteilen: 9.696 Millionen Euro (+,2,5 Prozent) auf den öffentlichen Sektor und 16.109,3 Millionen Euro (-6 Prozent) auf den privaten Sektor. 
Quelle: LPD Kärnten