Peršmanhof als Mahnmal für die Zukunft

Im Rahmen des Erinnerungsjahres 2025 fand heute, Sonntag, eine Gedenkveranstaltung am Peršmanhof in Bad Eisenkappel/Zelezna Kapla statt. 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde damit der Opfer des Massakers vom 25. April 1945 gedacht, bei dem elf Menschen – darunter sieben Kinder – von Einheiten des SS-Polizeiregiments 13 brutal ermordet wurden.
Der Peršmanhof, einst Stützpunkt des slowenischsprachigen Widerstands, ist heute ein zentraler Ort der Kärntner Erinnerungskultur.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig erinnerte in ihrer Rede an die grausamen Hintergründe der Tat und betonte die politische wie gesellschaftliche Verantwortung, aus der Geschichte zu lernen:

„Der Peršmanhof ist nicht nur ein Ort des Schmerzes – er ist ein Ort des Widerstands und der Erinnerung. Die Mahnung ‚Nie wieder‘ ist kein sicherer Zustand, sondern eine tägliche Aufgabe.“

Sie verwies auf die wachsenden Herausforderungen durch Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus in Europa und rief zu aktiver Zivilcourage auf.
Schaunig würdigte auch die Bemühungen der Nachkommen, Überlebenden und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren, die sich gemeinsam um ein aktives Gedenken bemühen:

„Ich danke all jenen, die dafür sorgen, dass Geschichte nicht vergeht, sondern wach bleibt – als Erinnerung und als Auftrag.“

Die Veranstaltung, an der unter anderem auch Bürgermeisterin Lisa Lobnik und Bürgermeister Bernhard Sadovnik teilnahmen, war Teil des Gedenkjahres „Leto spominjanja – Jahr der Erinnerung 2025“, das die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus und die Bedeutung demokratischer Werte ins Zentrum stellt.
Quelle: LPD Kärnten