16. Januar 2026
Neues künstlerisches Leitsystem im Klagenfurter Burghof
„FLAGGE ZEIGEN“ – unter diesem Motto sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, den Burghof in Klagenfurt zu entdecken. In Anwesenheit von Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser wurde heute, Donnerstag, ein neues Leitsystem von Künstlerin Melitta Moschik präsentiert. Es ist aus einem „Kunst am Bau“-Wettbewerb hervorgegangen und verbindet Geschichte, Gegenwart und öffentliche Nutzung. Die Burg wird von der Burggasse, Paradeisergasse, Domgasse und Bahnhofstraße umrahmt und beherbergt unter anderem das Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) und die Kulturabteilung des Landes. Zudem finden hier immer wieder besondere Veranstaltungen wie das Burghofkino, „Klassik im Burghof“, Konzerte des „Klagenfurt Festivals“, die „Lange Nacht der Chöre“ oder Produktionen des Theater Wolkenflug statt.
„Die Burg ist ein historischer und kultureller Mittelpunkt Kärntens und der Landeshauptstadt“,
betonte Kaiser.
Das neue Leitsystem mache die vielfältigen Angebote hier noch ersichtlicher:
„Es vereinigt Kunst, Steuerung und Präsentation. Und, es weckt Neugier und Interesse.“
Der Landeshauptmann ging auch auf die Geschichte der Klagenfurter Burg näher ein. Sie wurde 1586 als protestantisches Kolleg errichtet, war unter anderem Sitz des Landeshauptmannes und der Besatzungsmächte. In der NS-Diktatur war hier die Geheime Staatspolizei (GESTAPO) untergebracht. 1965 wurde die Kärntner Landesgalerie in den nach Plänen von Ernst Hildebrand neu adaptieren Räumen der Burg wiedereröffnet. 2003 zog nach umfangreicher Sanierung das MMKK ein.
Kulturabteilungsleiterin Brigitte Winkler-Komar sagte, dass es beim Wettbewerb fünf Einreichungen gegeben habe. Sie dankte dem Landesimmobilienmanagement, der Stadt Klagenfurt und dem Kulturgremium für die gemeinsame Umsetzung des Wettbewerbs, bei den Bauarbeiten sei auch tatkräftige Unterstützung von der Straßenbauabteilung des Landes gekommen. So sei auch das Leitsystem von Josef Havelka aus dem Jahr 2003 saniert und in das Projekt integriert worden. Das sei laut Winkler-Komar natürlich auch urheberrechtlich abgeklärt worden. Die Kosten für das neue Leitsystem betragen 55.000 Euro an. Großen Dank an alle Beteiligten gab es auch von MMKK-Direktorin Christine Wetzlinger-Grundnig.
Künstlerin Moschik erklärte, dass das neue Leitsystem Passantinnen und Passanten in den Innenhof führen sowie die Örtlichkeiten MMKK und Kulturabteilung kennzeichnen solle. Dazu habe sie plakativ mit der Wortmarke und dem Logo des MMKK gearbeitet. Die verwendeten Farben Magenta und Weiß habe sie dem CI des MMKK entnommen. In der Burggasse steht nunmehr eine Stele, welche auf die aktuellen Ausstellungen im MMKK hinweist. Im dort abgehenden Hofdurchgang wurde auf die metallene Verkleidung der Abstellflächen die Bildmarke des MMKK großflächig aufgebracht. Von der Domgasse kommend sieht man nun den Schriftzug Museum Moderner Kunst Kärnten in 54cm hohen Buchstaben, zudem gibt es dort einen Leuchtkasten mit dem aktuellen Ausstellungssujet. Das Sujet findet man auch auf zwei Bildrahmen im Burghof, drei Aluflaggen an der Fassade leiten zum MMKK und in die Kulturabteilung. Neue Beschriftungen wurden zudem an den Wänden und am Liftschacht angebracht.
Neugestaltungen im Burghof gab es kürzlich auch von Künstler Valentin Pezzei aka Mogli. Er hat im Durchgang Paradeisergasse und beim Eingangsbereich der Kulturabteilung im zweiten Stock Stadtbilder geschaffen.
Quelle: LPD Kärnten
