Stefan Salzmann (BGM St. Paul), Michaela Lientscher (Vize-BGM Wolfsberg), Bundesrätin Claudia Arpa und LH Peter Kaiser. (Fotohinweis: LPD Kärnten/Emhofer)
„Zugänge zu Kunst und Kultur“ war vergangenen Freitag das Thema des sechsten und letzten Zukunftsforums zur Kunst- und Kulturstrategie in Kärnten/Koroška 2030 im KUSS Kongress & Event Center in Wolfsberg. Im Zentrum der Diskussionen standen diesmal die gesellschaftlichen Veränderungen und die damit verbundenen Herausforderungen für Kunst und Kultur.
Kulturreferent LH Peter Kaiser verwies auf das vielfältige Kunst- und Kulturangebot in Kärnten. „Nicht nur die Quantität – sondern auch die Qualität – der Kunst- und Kulturveranstaltungen in unserem Bundesland ist einfach beeindruckend. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dieses breitgefächerte Angebot einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, betonte Kaiser und wünschte sich eine bessere terminliche Koordination unter den einzelnen Anbietern.
„So können Lücken im Kunst- und Kulturangebot vermieden werden und das kulturaffine Publikum müsste sich nicht zwischen mehreren Veranstaltungen an einem Tag entscheiden“,
erinnerte Kaiser.
Wichtig ist es dem Landeshauptmann, den Menschen die „Scheu“ vor Kunst- und Kulturveranstaltungen zu nehmen.
„Wir müssen uns anschauen, ob es Zugangsbarrieren gibt und soweit solche vorhanden ist, müssen wir diese gemeinsam abbauen und den Menschen so den Weg zum umfangreichen Kunst- und Kulturprogramm ebnen“,
betonte Kaiser.
Die Kooperation zwischen Kunst- und Kulturveranstaltern und dem Tourismus bezeichnete Kaiser als eine Chance, die es zu nutzen gilt.
„Von dieser schon besehenden, aber auszubauenden Zusammenarbeit werden beide Seiten gleichermaßen profitieren“,
ist der Landeshauptmann überzeugt.
Die Zukunftsforen sind für den Kulturreferenten ein wichtiger Bestandteil der Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030.
„Wir werden die Erkenntnisse und Ergebnisse in die Erstellung der Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030 einfließen lassen und diese den zuständigen Gremien zum Beschluss vorlegen. Ich bedanke mich bei allen Personen, die sich bei den sechs Zukunftsforen aktiv beteiligt haben und neue Perspektiven eingebracht haben“,
bilanzierte Kaiser.
Brigitte Winkler-Komar, Leiterin der Kulturabteilung des Landes, hieß die das kulturaffine Publikum, unter ihren Bundesrätin Claudia Arpa, sowie die beiden Landtagsabgeordneten Stefan Sandrieser und Marina Koschat-Koreimann, im Veranstaltungszentrum willkommen.
„An den sechs Zukunftsforen haben rund 1.400 Personen teilgenommen. Diese partizipativen Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil der Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030“,
berichtete Winkler-Komar.
Sebastian Lücke erörterte die Rolle des Beratungsunternehmens actori GmbH bei der Entwicklung der Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030.
„Unsere Aufgabe ist es die Diskussionsrunden und Workshops zu koordinieren und zu begleiten. Aber wir maßen uns nicht an zu sagen, was Kunst- und Kultur in Kärnten ist“,
fasste Lücke zusammen.
In acht Impulsreferaten wurde das Thema „Zugänge zu Kunst und Kultur“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Bei den moderierten Arbeitskreisen wurde Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit geboten, ihre Erfahrungen aktiv einzubringen. Diskutiert wurden Themen wie die Entwicklung neuer Zugänge, die Rolle von Bildungseinrichtungen sowie mögliche Maßnahmen zur Förderung kultureller Teilhabe.
Im Rahmen der Erarbeitung der Kunst- und Kulturstrategie Kärnten/Koroška 2030 wurden im Zeitraum 2024/25 insgesamt sechs Zukunftsforen in Bleiburg/Pliberk, Spittal an der Drau, Villach, Ossiach, St. Veit an der Glan und Wolfsberg durchgeführt. Bei diesen offenen Veranstaltungen mit Impulsreferaten, Paneldiskussionen und Arbeitsgruppen wurden kulturspezifische Fragestellungen erörtert, neue Ideen gesammelt und gemeinsame Visionen erarbeitet.