Mit Maß, Ziel und Zuversicht – Kärnten legt verantwortungsvolles Budget 2026 vor

Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig präsentierte heute dem Kärntner Landtag den Entwurf des Landesvoranschlags 2026. Der Fokus liegt auf einem klaren Kurs: Stabilität schaffen, Zukunft sichern und gleichzeitig jene Bereiche stärken, die für ein lebenswertes, solidarisches und chancenreiches Kärnten unverzichtbar sind.
Schaunig betonte in ihrer Budgeteinbegleitung, dass verantwortungsvolle Finanzpolitik stets eine Balance braucht – „Maß und Ziel“ – und dass Zuversicht der entscheidende Gegenpol zu Angst und Kurzschlussreaktionen sei.

„Politik heißt abzuwägen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen danach zu treffen, was sie heute und in zehn Jahren bedeuten – für die Menschen in unserem Land und für jene, die nach uns kommen“,

so die Finanzreferentin.
Der Landesvoranschlag 2026 sieht Einzahlungen in Höhe von 3,54 Milliarden Euro und Auszahlungen von 3,97 Milliarden Euro vor. Daraus ergibt sich ein Nettofinanzierungssaldo von minus 429,6 Millionen Euro. Entscheidend sei jedoch, dass dieser Voranschlag die Handlungsfähigkeit des Landes langfristig sicherstellt. „Ohne die neuerlich gesetzten Einsparungen hätten wir angesichts stagnierender Einnahmen und steigender Pflichtausgaben über den Finanzrahmen um weitere 100 Millionen Euro höhere Abgänge“,
erläuterte Schaunig.
Ermöglicht wurde dieser Konsolidierungspfad durch eine umfassende Analyse des Landesbudgets auf Basis des Produkt- und Leistungskatalogs, der gemeinsam mit allen Regierungsmitgliedern und Fachabteilungen erarbeitet wurde. „Jede Ausgabe wurde auf Effizienz, Notwendigkeit und Wirkung geprüft. Diese Transparenz und Genauigkeit ist der Schlüssel, um Kärntens Finanzen nachhaltig zu stabilisieren“, betonte die Finanzreferentin.

Trotz notwendiger Einsparungen setzt Kärnten weiterhin klare Prioritäten:

Bildung, Gesundheit, Pflege, Soziales, Wohnbau, Mobilität, Arbeitsmarkt und Digitalisierung bleiben jene Bereiche, die bewusst gestärkt werden. „Wir sparen dort, wo es möglich ist – aber wir investieren dort, wo es nötig ist“, so Schaunig. Besonders hob sie die Elementarpädagogik hervor, die über 180 Millionen Euro erhält:

„Was wir heute in frühkindliche Bildung investieren, trägt in 15 Jahren zum Erfolg junger Kärntnerinnen und Kärntner bei.“

Insgesamt wächst das Budget für den Bildungsbereich im kommenden Jahr auf mehr als eine Milliarde Euro.
Ebenso eine knappe Milliarde Euro fließt in den Bereich Gesundheit, Soziales und Chancengleichheit. Fortgeführt werden die neue Wohnbeihilfe als wirksames Instrument der Armutsbekämpfung, der Ausbau der Pflegenahversorgung, die Sicherung der Gesundheitsversorgung, Neubau und Sanierungsoffensive im gemeinnützigen Wohnbau, Arbeitsmarkt- und Inklusionsmaßnahmen.
Sparsamkeit setzt das Land insbesondere bei Strukturen und Förderungen um. So werden Förderungen dort reduziert, wo Kärnten über dem Österreichschnitt liegt, Projekte verschoben und Verwaltungsprozesse verschlankt. „Die Politik beginnt beim Sparen bei sich selbst“, erinnerte Schaunig und verwies auf das eingefrorene Politikergehalt sowie die weitere Modernisierung der Verwaltung.
Gleichzeitig betonte die Finanzreferentin, dass nicht alle strukturellen Belastungen kurzfristig ausgeglichen werden können. Schuldenabbau sei nur dann möglich, wenn Sparmaßnahmen mit steigenden Einnahmen zusammenfallen – was derzeit nicht gegeben sei.

„Wir haben gezeigt, dass wir Überschüsse erzielen können, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Aber diese Mehreinnahmen sind aktuell nicht in Sicht“,

so Schaunig.
Die Finanzreferentin blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft:

„Kärnten ist ein Land der Tatkraft. Die Menschen in diesem Land packen an – und wir stehen für eine Politik, die mit derselben Haltung arbeitet: ruhig, entschlossen, ehrlich.“

Der Landesvoranschlag 2026 sei daher weit mehr als ein Zahlenwerk:

„Er ist ein Bekenntnis zu Verantwortung, zu sozialen Werten und zur Zukunft Kärntens. Mit Maß. Mit Ziel. Mit Zuversicht.“

Quelle: LPD Kärnten