3. September 2026
lnterventionell radiologische Versorgung: Informationsgespräch im Kärntner Landtag anberaumt
Die interventionelle Radiologie ist ein hochspezialisierter Bereich der Medizin. Mithilfe bildgebender Verfahren werden Erkrankungen durch möglichst schonende, minimalinvasive Eingriffe behandelt. Eine wichtige Rolle spielt sie unter anderem bei Schlaganfällen, Gefäßerkrankungen und Blutungen. Das Klinikum Klagenfurt bietet dabei das gesamte Spektrum interventionell-radiologischer Verfahren an. Zuletzt hatten der Leiter des Departments und drei weitere Ärzte ihre Kündigung angekündigt. Als Hintergrund wurden hohe Belastungen sowie offene Fragen zur personellen und organisatorischen Ausgestaltung des Bereichs genannt. Die Kündigungen bedeuten jedoch keinen unmittelbaren Ausfall der Leistungen: Es gelten entsprechende Kündigungsfristen und vertragliche Verpflichtungen. Die medizinische Versorgung der Kärntner Bevölkerung ist weiterhin sichergestellt. Gleichzeitig arbeitet die KABEG an einer langfristig stabilen personellen Lösung.
Bereits Anfang August hatte Gesundheitsreferentin Beate Prettner Vertreterinnen und Vertreter der KABEG, des Aufsichtsrates, der Ärztekammer und des Betriebsrates zu einem Runden Tisch eingeladen.
Offene Fragen sachlich beantworten
Nun wird auch der Gesundheitsausschuss des Kärntner Landtages umfassend informiert. Die Sitzung findet am 24. September statt. Neben den Mitgliedern aller Landtagsparteien sind Gesundheitsreferentin Beate Prettner sowie Expertinnen und Experten der KABEG eingeladen.
„Transparenz über Parteigrenzen hinweg und die sachliche Klärung offener Fragen sind Kennzeichen einer seriösen Gesundheitspolitik“,
betont die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, SPÖ-Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer. Das Informationsgespräch soll allen im Landtag vertretenen Parteien die Möglichkeit geben, Fragen direkt an die zuständigen Verantwortlichen und Fachleute zu richten. Im Mittelpunkt stehen die aktuelle Versorgungslage, die personelle Entwicklung und die langfristige Absicherung des hochspezialisierten medizinischen Angebots am Klinikum Klagenfurt.
„Dieses transparente Vorgehen soll grassierenden Spekulationen Einhalt gebieten. Insbesondere soll allen politischen Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträgern erneut verdeutlicht werden, dass die Versorgung in Kärnten weiterhin sichergestellt ist. Ich gehe davon aus, dass gemeinsam mit den Auskunftspersonen alle offenen Fragen zur derzeitigen Situation umfassend beantwortet werden können“,
so Feistritzer.
