5. März 2026
LH Kaiser mit hochrangigem Applaus verabschiedet
Großer Bahnhof für Kärnten und Landeshauptmann Peter Kaiser in Brüssel! Anlässlich seines Abschiedes nach 13 Jahren als Landeshauptmann und des damit verbundenen Engagements im europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) lud der Landeshauptmann gestern, Mittwoch, gemeinsam mit Österreichs NATO-Botschafter in Brüssel, Jürgen Meindl, zu einem Empfang in die Botschafts-Residenz. Dabei überraschte er den sichtlich gerührten Hausherren mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten, für sein Engagement als Brückenbauer zwischen der NATO und Kärnten sowie die Unterstützung von Kärntner Kunst- und Kulturschaffenden in Belgien und für die Vermittlung von für das Bundesland wichtigen Kontakten und Informationen.
„Jürgen Meindl ist nicht nur ein persönlicher Freud, er hat auch in früheren Funktionen immens viel für Kärnten getan. Danke im Namen des Landes Kärnten“,
so Kaiser bei der Verleihung.
Dem Landeshauptmann selbst wurde von allen Seiten attestiert, dass sein Einsatz für Kärnten, für die EU stets herausragend war. Er habe seine Rolle als Landeshauptmann und als Vertreter im Ausschuss der Regionen mit großer Leidenschaft und großem Aufwand vorbildlich erfüllt.
„Lieber Peter, du wirst fehlen“,
war an dem Abend sehr oft zu hören. Die hohe Zahl hochrangiger Gäste bestätigt einmal mehr die Wertschätzung für das leidenschaftliche europäische Engagement des Landeshauptmannes und die damit verbundene hohe Reputation, die das Bundesland Kärnten mittlerweile auf großer europäischer Bühne genießt.
Über 100 höchst- und hochrangige EU-Persönlichkeiten folgten der Einladung, darunter u.a. der österreichische EU-Kommissar Magnus Brunner, EU-Kommissar a.D. und Präsident der Österreichischen Nationalbank, Johannes Hahn, Innenminister Gerhard Karner, die österreichischen Mitglieder im Europäischen Parlament Evelyn Regner, Elisabeth Grossmann, Hannes Heide, Reinhold Lopatka und Elisabeth Dieringer-Granza, die Landeshauptleute und österreichischen Mitglieder im Ausschuss der Regionen Johanna Mikl-Leitner (NÖ), Anton Mattle (T), Markus Wallner (V), Botschafter Gregor Schusterschitz, weitere rot-weiß-rote AdR-Mitglieder wie Max Hiegelsberger (Präsident des OÖ Landtags) , Brigitta Pallauf (Präsidentin des Salzburger Landtags), Manuela Khom (Landeshauptmann-Stellvertreterin Stmk.), Barbara Novak (Stadträtin Wien), das österreichische Mitglied im Europäischen Rechnungshof, Helga Berger, der ehemalige AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz.
Sich selbst und seiner Arbeitsmoral treu bleibend ging es für den Landeshauptmann heute, Donnerstag, dann schon am frühen Morgen mit einem politischen Arbeitsfrühstück, zu dem der Bayrische Minister für Europa- und internationale Angelegenheiten, Eric Beißwenger, Vertreter der EU-Alpenraumstrategie (EUSALP) geladen hatte, weiter. Mit u.a. den Landeshauptleuten Anton Mattle, Markus Wallner, Südtirols Arno Kompatscher sowie Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf wurde ein gemeinsam unter dem Vorsitz Bayerns erarbeitetes Positionspapier der EUSALP-Mitglieder zum mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) diskutiert.
Ziel des Positionspapieres, das von Kaiser und Co. an Mitglieder des Europäischen Parlaments übergeben wurde, ist es, den Zugang zu grenzüberschreitenden EU-Förderprogrammen, die für die Alpenraumstrategie unersetzbar sind, auch im nächsten MFR zu erhalten.
„Die Alpenregionen stehen vor gemeinsamen Herausforderungen – vom Klimaschutz über nachhaltige Mobilität bis hin zur Sicherung der Daseinsvorsorge in Berggebieten. EUSALP ist eine wichtige Plattform, um hier geschlossen aufzutreten“,
erklärte Kaiser.
Info zur EUSALP:
Seit dem Jahr 2016 vertritt das Land Kärnten gemeinsam mit dem Land Tirol die Österreichischen Bundesländer innerhalb der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP). Die EUSALP ist eine von vier EU Makroregionalen Strategien und wurde im Jahr 2015 ins Leben gerufen. Sie dient als politischer und strategischer Rahmen für die Zusammenarbeit von Staaten und Regionen im Alpengebiet.
Ziel der EUSALP ist es, gemeinsame Herausforderungen grenzüberschreitend anzugehen und die Entwicklung des Alpenraums nachhaltig zu fördern. Dabei stehen vor allem die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, die Verbesserung nachhaltiger Mobilität, der Schutz von Umwelt, Klima und Biodiversität sowie die enge Kooperation zwischen den beteiligten Regionen im Mittelpunkt.
Österreich und Liechtenstein übernahmen 2025 die jährlich wechselnde EUSALP-Präsidentschaft. Die Bundesländer Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg nahmen dabei eine besonders aktive Rolle ein und trieben gemeinsam die Zusammenarbeit an den drei zentralen Transformationsthemen Mobilitätswende, Energiewende und Transformation der Bauwirtschaft voran.
Als besonderes Highlight lud Kärnten am 11. und 12. Juni 2025 zu einem Arbeitstreffen der operativen Führungsgremien der EUSALP (Executive Boards sowie der Board of Action Groups Leaders & Co-Leaders) ins Congress Center Villach, in dessen Rahmen u.a. auch die Kölnbreinsperre besichtigt wurde. Im Jahr 2026 übernahm der Freistaat Bayern die EUSALP-Präsidentschaft. An der Strategie beteiligen sich sieben Staaten – Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien, die Schweiz und Liechtenstein – mit insgesamt rund 80 Regionen.
Quelle: LPD Kärnten
