Land Kärnten sichert wichtige psychosoziale Anlaufstellen in allen Bezirken
Fotohinweis: Pixabay/Norman Gil
In ihrer heutigen Sitzung hat die Kärntner Landesregierung auf Antrag von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner die Förderung für die Psychosozialen Beratungsdienste (PSD) der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens (AVS) für die kommenden Monate beschlossen. Damit wird die wichtige psychosoziale Versorgung für Menschen mit psychischen, sozialen oder suchtbezogenen Herausforderungen in allen Kärntner Bezirken abgesichert.
„Psychische Belastungen und Suchterkrankungen machen vor keiner Altersgruppe und keiner sozialen Gruppierung Halt. Umso wichtiger ist es, dass Menschen rasch und wohnortnah Unterstützung bekommen – niederschwellig, professionell und ohne lange Wege. Genau das leisten die Psychosozialen Beratungsdienste seit Jahren“,
betont Prettner.
PSD als flächendeckendes Angebot
Die AVS betreibt mit dem Psychosozialen Beratungszentrum in Klagenfurt sowie den Psychosozialen Diensten in Spittal, Villach, Hermagor, St. Veit, Feldkirchen, Völkermarkt und Wolfsberg ein flächendeckendes Angebot. Die multiprofessionellen Teams bieten unter anderem Psychotherapie, klinisch-psychologische Beratung und Behandlung sowie Unterstützung für suchtkranke oder suchtgefährdete Menschen und deren Angehörige. Auch Maßnahmen zur Suchtvorbeugung, Nachbetreuung und die Vernetzung mit anderen Einrichtungen gehören zum Angebot.
Wie stark diese Arbeit nachgefragt wird, zeigen die aktuellen Leistungszahlen: Im Jahr 2025 wurden knapp 19.000 Einzelleistungen erbracht – darunter waren ca. 9.800 Psychotherapien und 8.000 psychologische Beratungen. Insgesamt wurden rund 1.800 Klientinnen und Klienten betreut.
Enge Vernetzung
„Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der Unterstützung braucht. Gerade bei immer komplexer werdenden psychischen oder sozialen Problemlagen ist es entscheidend, nicht nur einzelne Symptome zu behandeln, sondern den Menschen ganzheitlich zu sehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Arbeit der AVS mit ihrem flächendeckenden PSD ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil unserer psychosozialen Versorgungslandschaft“,
so Prettner.
Die PSD arbeiten eng mit anderen Stellen des Gesundheits- und Sozialsystems zusammen. Zuweisungen erfolgen u. a. durch Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner, Fachärztinnen und Fachärzte, Krankenanstalten, AMS und ÖGK. Damit leisten die PSD auch einen wichtigen Beitrag dazu, Menschen möglichst frühzeitig und außerhalb des stationären Bereichs zu unterstützen.
Mit dem heutigen Regierungsbeschluss wird für die weitere Finanzierung für ein Jahr eine Förderung in Höhe von 1.156.500 Euro genehmigt.