Land Kärnten gratuliert den diesjährigen Bachmann-Preisträgern

Gestern, Sonntag, gingen die 47. Tage der deutschsprachigen Literatur mit der Vergabe des Bachmannpreises zu Ende. Kulturreferent LH Peter Kaiser gratuliert dem diesjährigen Haupt-Preisträgerin Valeria Gordeev sowie den weiteren Preisträgern.

„Die Tage der deutschsprachigen Literatur sichern das Gedenken an Ingeborg Bachmann und heben Kärnten ins Rampenlicht der internationalen Literaturszene. Ich gratuliere der diesjährigen Gewinnerin zu ihrem hervorragenden Text sowie allen Preisträgerinnen und Preisträgern“,

so der Kulturreferent.

„Weil der Bachmann-Preis weit über Kärntens Grenzen hinaus strahlt und weil die Literaturtage ein deutliches Zeichen für ein weltoffenes Literaturland Kärnten sind und kritische Stimmen wie Worte einen essentiellen Platz in der kritischen Auseinandersetzung für die gesellschaftliche Entwicklung brauchen, wird der Bachmannpreis immer eine der tragenden Säulen in unserem Kulturland sein“,

sagt Kaiser. Seit über vier Jahrzehnten zähle der Ingeborg-Bachmann-Preis zu den bedeutendsten Wettbewerben in der deutschsprachigen Literaturszene. Er biete allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine große Bühne.
Laura Leupi, erhielt heute den 3sat-Preis und somit 7.500 Euro für den Text „Das Alphabet der sexualisierten Gewalt“. Martin Piekar gewann den KELAG-Preis in der Höhe von 10.000 Euro für seinen Text „Mit Wänden sprechen/Pole sind schwierige Volk“. 12.500 Euro gehen an die österreichische Autorin Anna Felnhofer, A, die diesjährige Gewinnerin des Deutschlandfunk-Preises, der von Deutschlandradio gestiftet wurde. „Fische fangen“ lautete der Titel ihres Textes. Das Publikum stimmte via Internet ab und der Publikumspreis ging an Martin Piekar. Das Preisgeld beträgt 7.000 Euro und wurde von der BKS-Bank zur Verfügung gestellt.
Vor der Preisverleihung hat die Jury erstmals gesammelt ihre Punkte in einem Tablet eingegeben, die dann live summiert worden sind und so die Preisträger sichtbar wurden. Seit Donnerstag haben ich 12 Autorinnen und Autoren der Jury gestellt
Vergeben wurden auch heuer wieder fünf Preise: der Bachmannpreis (25.000 Euro), der Deutschlandfunk-Preis (12.500 Euro), der KELAG-Preis (10.000 Euro), der 3sat-Preis (7.500 Euro) und der BKS-Bank-Publikumspreis (7.000 Euro plus Stadtschreiberstipendium).
Nicht mehr der Bachmann-Preis alleine wird über Kärntens literarische Grenzen hinaus strahlen. Das Land Kärnten bzw. die Kärntner Privatstiftung hat das Bachmann-Haus in Klagenfurt 2021 mittels Geschäftsbesorgungs- und Kooperationsvertrag, mit einem finanziellen Aufwand von 500.000 Euro erworben, um damit einen wichtigen Schritt für Kärnten, für die Literaturwelt, für die Kultur, für die Nachwelt zu

setzen. „Mit dem Erwerb des Bachmann-Hauses machen wir das Schaffen, Leben und Werden Ingeborg Bachmanns für die Nachwelt erlebbar und nachvollziehbar. Aus diesem Haus wird ein Museum, zugänglich das ganze Jahr, mit der notwendigen Authentizität, um den Geist, den Spirit, der Weltliteratin zu spüren “,

betont Kaiser.
Quelle: LPD Kärnten