Koralmbahn I: Historisch für Kärnten und Steiermark, bedeutend für ganz Europa
LR Daniel Fellner, Ulrike Wehr und LH Peter Kaiser (Fotohinweis: LPD Kärnten bzw. Land Steiermark/Binder)
Eisenbahnhistorischer Moment, Eintrag in die Geschichtsbücher, neue Zukunft in der Mobilität – in Graz am Hauptbahnhof starteten am Freitag die Festakte zur Eröffnung der Koralmbahnstrecke, die damit die Ostsee mit der Adria verbindet und die Städte Graz und Klagenfurt auf eine 41-Minuten-Distanz zusammenbringt.
Angeführt von Landeshauptmann Peter Kaiser war Kärntens gesamtes Regierungskollegium ebenso in Graz vor Ort, um die Bedeutung des historischen Moments zu unterstreichen.
LH Peter Kaiser verwies in Graz auf die enorme Bedeutung und die Auswirkungen der neuen Strecke:
„Es entsteht der siebent größte Ballungsraum im deutschsprachigen Raum, der Stern des Südens. Wir schreiben damit Geschichte für beide Bundesländer, wir sind mit Europa verbunden“, so Kaiser. Der Kärntner Landeshauptmann betonte aber auch das Zustandekommen des Projektes. „Wir erleben heute die Vollendung einer Idee, die viele kritisiert haben, die einige verhindern wollten und andere torpediert haben. Unser Dank gilt heute daher all jenen, die durchgehalten haben, die daran geglaubt haben, die sich durchgesetzt und dieses europadimensionale Projekt umgesetzt haben“,
sagte Kaiser.
27 lange Jahre hat es gedauert, dass heute dieser Lückenschluss der baltisch-adriatischen Achse eröffnet werden kann.
Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler, Infrastrukturminister Peter Hanke, der Vertreter des EU-Kommissars Apostolos Tzitzikostas, Eric von Breska, und die Bürgermeisterin Elke Kahr, sowie Bürgermeister Christian Scheider erklärten zusammengefasst ebenso diesen Tag zu einem historischen Moment, der Menschen und Wirtschaft zusammenführe, ein Tag, an dem ein neuer Wirtschaftsraum in Österreich mit 1,2 Mio. Menschen entsteht.
LH Mario Kunasek sagte:
„Es ist ein historischer Tag. Kärnten und die Steiermark wachsen wirtschaftlich, touristisch und vor allem menschlich zusammen. Viele haben dazu beigetragen, dass wir heute diese Strecke eröffnen können, die damals schon die Zukunft gesehen haben. Es ist ein großer Tag für beide Bundesländer!“
Stocker und Babler hielten die wirtschaftliche Bedeutung der Koralmbahn fest. Stocker sieht in der neuen Bahnstrecke, die vor allem eine europäische Dimension habe, einen „Impuls und einen damit verbundenen Aufschwung in Österreich“. Für Babler sei diese Eröffnung ein besonderer Moment. Tausende Menschen hätten laut Babler an der Umsetzung gearbeitet, damit nun beispielsweise Pendler mehr Lebensqualität durch kürzere Fahrzeiten erfahren. Breska verdeutlichte noch einmal die europäische Dimension der Koralmbahnstrecke als wesentlichen Teil des baltisch-adriatischen Korridors von der Ostsee bis an die Adria.
Als „eisenbahnhistorischen Moment“ bezeichnete der Kärnten ÖBB CEO Andreas Matthä die heutige Eröffnung der Bahnstrecke.
„Das ist seit 100 Jahren die erste Bahnstrecke, die wir eröffnen können zwischen zwei Städten, wo noch keine Strecke bestand. Es ist ein Privileg, diese Eröffnung erleben zu dürfen, zu erleben, wie Geschichte geschrieben wird“,
so Matthä.
Er betonte, dass Generationen auch an Politikern dazu beigetragen hätten, dass das Projekt in Umsetzung gekommen ist.
„Danke an alle, die 27 Jahre lang durchgehalten haben“,
so Matthä.
Nach den Ansprachen erfolgte die symbolische, digitale Freigabe der Strecke durch das „Hand auflegen“ am Touchscreen der politischen Vertreterinnen und Vertreter. Die Segnung des Zuges, der dann offiziell als erster Zug von Graz nach Klagenfurt durch die Tunnel fuhr, erfolgte durch die Bischöfe Wilhelm Krautwaschl und Josef Marketz, durch die Superintendentin Andrea Mattiolo und ihrem steirischen Kollegen Wolfgang Rehner. Bundespräsident Van der Bellen und CEO Matthä nahmen die Zugtaufe des neuen „Koralmjet“ vor, bis es hieß „Zug fährt ab“ nach Klagenfurt.
Quelle: LPD Kärnten
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Stellvertretender Generaldirektor für Mobilität der EU Eric von Breska, Infrastrukturminister Peter Hanke, Vizekanzler Andreas Babler, Bundeskanzler Christian Stocker, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ÖBB-Vorstand Andreas Matthä, Landeshauptmann Mario Kunasek (Steiermark), Landeshauptmann Peter Kaiser (Kärnten), Bürgermeisterin Elke Kahr (Graz) und Bürgermeister Christian Scheider (Klagenfurt) (Fotohinweis: LPD Kärnten bzw. Land Steiermark/Binder)