Karenzregelung für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister neu geregelt

„Ein Kind zu bekommen, gehört wohl zu den schönsten, aber auch herausforderndsten Erfahrungen im Leben. In dieser Zeit voller Veränderungen braucht man vor allem eines: Zeit füreinander. Doch wer in Kärnten Bürgermeisterin oder Bürgermeister ist, stand bisher vor einer schwierigen Entscheidung: Wie lässt sich die Verantwortung für eine ganze Gemeinde mit der Verantwortung für ein neugeborenes Kind vereinbaren?“,

erläutert SPÖ-Klubobmann-Stellvertreterin Manuela Lobnik. In der heutigen Landtagssitzung beschließt der Kärntner Landtag darum ein Karenzrecht für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Stadtsenatsmitglieder von Klagenfurt und Villach. Während der Dauer von mindestens einem Monat und höchstens einem Jahr Karenzurlaub gibt es weiterhin 50% der Bezüge.

„Mama werden und Bürgermeisterin bleiben.“

„Wer Bürgermeisterin oder Bürgermeister wird, übernimmt Verantwortung für viele Menschen. Wer Mutter oder Vater wird, übernimmt Verantwortung für den eigenen Nachwuchs. Das darf sich nicht ausschließen, denn niemand soll sich zwischen der eigenen Familie und dem Engagement für seine Gemeinde entscheiden müssen“,

betont Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, die selbst mehr als zehn Jahre Bürgermeisterin war.

„Insbesondere für Frauen und junge Menschen werden die Hürden zwischen Übernahme politischer Verantwortung und der Familienplanung so weiter abgebaut.“

Frauen ins Amt. Karenz ins Gesetz.

„Frauen in politischen Ämtern bereichern den politischen Diskurs und bringen neue Perspektiven ein. Und wir dürfen nicht vergessen: 51 Prozent der Kärntner Bevölkerung sind Frauen. Schon allein im Sinne einer ausgewogenen Vertretung müssen wir sie fördern, statt ihnen Steine in den Weg zu legen“,

betont SPÖ-Frauensprecherin LAbg. Ruth Feistritzer.

„Wir wollen mehr Frauen in der Politik. Dann müssen wir aber auch die Rahmenbedingungen schaffen, damit sich Familienleben und politisches Engagement besser miteinander vereinbaren lassen“,

ergänzt SPÖ-LAbg. Nicole Schojer.

„Zeit mit den eigenen Kindern verbringen zu wollen, ist zwar keine Frage des Geschlechts, trotzdem tragen Frauen klar die Hauptlast in der familiären Kinderbetreuung. Vor allem für sie ist das ein wichtiger Schritt“,

so Schojer abschließend.