31. Oktober 2025
Kärntner Koalition beschließt Nulllohnrunde und setzt Strukturreformen fort
In einem Schulterschluss haben sich die Kärntner Regierungsparteien SPÖ und ÖVP darauf verständigt, die Valorisierung der Politikergehälter für das Jahr 2026 auszusetzen. Damit folgt Kärnten dem Vorbild des Bundes und anderer Länder und setzt ein klares Zeichen der Verantwortung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. „Die Politik leistet in schwierigen Zeiten ihren Beitrag“, so der einstimmige Konsens von SPÖ-Landesparteivorsitzendem Daniel Fellner und ÖVP-Landeschef Martin Gruber.
„Gerade jetzt braucht es Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein. Wenn wir von allen Bereichen Einsparungen und Zurückhaltung verlangen, müssen wir selbstverständlich bei uns selbst beginnen“,
betont SPÖ-Landesparteivorstand Daniel Fellner.
„Die Nulllohnrunde ist ein wichtiges Signal an die Bevölkerung, wir stehen geschlossen für eine solide und nachhaltige Finanzpolitik“,
so Fellner.
Auch ÖVP-Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber unterstreicht die Bedeutung der Maßnahme und verweist in diesem Zusammenhang auf die bereits eingeleiteten Strukturreformen in den Bezirkshauptmannschaften, den Landesgesellschaften und der Zentralverwaltung. Bereits mit Anfang 2026 werden zwei Abteilungen aufgelöst, das zeigt, dass Strukturen konsequent hinterfragt und effizienter gestaltet werden. Schon im Vorjahr habe die Regierungskoalition eine Milliarde Euro an Ausgaben für die laufende Regierungsperiode eingespart und reduziert zusätzlich 300 Planstellen binnen fünf Jahren. Damit reagierte Kärnten deutlich früher als andere Bundesländer auf sinkende Einnahmen aus dem Bund.
„An der Konsolidierung der Landesfinanzen und der langfristigen Schuldentilgung führt kein Weg vorbei. Der von Vorgängerregierungen hinterlassene Schuldenberg verpflichtet uns zu Verantwortung und Weitblick. Die gesamte Landesverwaltung ist aufgrund der budgetären Situation zum Sparen angehalten – und die Politik leistet dazu ihren Beitrag“, betont Gruber.
Von der Nulllohnrunde betroffen sind der Landeshauptmann, die Mitglieder der Landesregierung, das Landtagspräsidium, die Klubobleute sowie alle Abgeordneten des Kärntner Landtags.
„Diese Entscheidung zeigt, dass die Koalition geschlossen handelt und den eingeschlagenen Konsolidierungskurs entschlossen und nachhaltig weiterführt – im Sinne eines finanziell handlungsfähigen Landes Kärnten“,
so Fellner und Gruber gemeinsam.
