Kärnten weiter für neue Ferienregelung

Dass die Diskussion um die Vorverlegung der Sommerferien im Rahmen der BildungsreferentInnen-Konferenz der Länder in Feldkirch weiter Fahrt aufnehmen soll, wird von Landeshauptmann Daniel Fellner und Bildungslandesrat Peter Reichmann ausdrücklich begrüßt.

„Kärnten hat schon im Juni diesen Jahres eine Verschiebung um zwei Wochen angeregt und den Bund aufgefordert, rasch zu handeln. Im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen ist es das Gebot der Stunde, auf die Klimaveränderungen zu reagieren“,

betonten Fellner und Reichmann.

„Kein anderes EU-Land startet so spät in die Sommerferien. Wenn Anfang Juli die Klassenzimmer angesichts von Temperaturen jenseits der 30 Grad zu Hitzestau-Zonen werden, ist es nur logisch, den Ferienbeginn auch in Österreich endlich vorzuverlegen“,

appellieren der Landeshauptmann und der Bildungsreferent.

„Wir können und dürfen hier nicht tatenlos zusehen. Eine verantwortungsvolle Politik muss reagieren“,

fordert Fellner den Bund auf, so rasch wie möglich eine neue Ferienregelung umzusetzen.

„Das Wohlergehen unserer Schülerinnen, Schüler und unseres Lehrpersonals muss Vorrang vor den Interessen der Wirtschaft haben“,

sagen LH Fellner und LR Reichmann.

Hitzeschutzmaßnahmen

Dass die Ferienvorverlegung nur eine Hitzeschutz-Maßnahme von vielen sein kann, stehe außer Zweifel. Deshalb wurden den Kärntner Gemeinden zur Realisierung von Hitzeschutzmaßnahmen bereits im Juli vier Millionen Euro als eine Sofort-Förderung zur Verfügung gestellt. Die aus dem Ressort von LR.in Marika Lagger-Pöllinger aufgestellte Hitzeschutz-Förderung des Landes Kärnten für Kindergärten, Kindertagesstätten und Volksschulen wurde aufgrund der starken Nachfrage gerade erst um weitere 500.000 Euro, also auf insgesamt 4,5 Millionen Euro aufgestockt. 76 der 132 Kärntner Gemeinden haben bereits Förderanträge gestellt. In Summe wurden rund 264 Maßnahmen eingereicht. Darüber hinaus soll in den nächsten Wochen ein von LH Fellner initiierter Klimadialog stattfinden.

„Dabei geht es vor allem um konkrete Antworten auf die Frage, wie wir Kärnten bestmöglich auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten. Denn Hitze und Extremwetter wirken sich mittlerweile auf nahezu alle Lebensbereiche aus – von Gesundheit und Pflege über Landwirtschaft und Arbeitswelt bis hin zu unserer Infrastruktur“,

erklärt der Landeshauptmann.

„Unser Ziel muss sein, bestmögliche Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen zu schaffen. Dafür muss jede mögliche Chance auch von Expertinnen und Experten ernsthaft geprüft werden“,

so Reichmann.