kärnten.museum präsentiert Programm für 2026

Das Jahresprogramm des kärnten.museum für 2026 hat es in sich! Vorgestellt wurde es heute, Mittwoch, von Direktor Wolfgang Muchitsch gemeinsam mit Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser sein Jahresprogramm 2026 vor. Klare inhaltliche Schwerpunkte kennzeichnen das Programm:
Die gezielte Weiterentwicklung zentraler Museumsstandorte in ganz Kärnten, innovative Ausstellungsformate am Puls der Zeit sowie intensive Kooperationen mit nationalen und internationalen Kunst- und Kultureinrichtungen. Nach dem Jahr der Erinnerungskultur 2025 positioniert sich das kärnten.museum erneut als lebendiger Ort für Geschichte, Gegenwart und Zukunft – mit einem vielfältigen Angebot für alle Generationen.
Zu den zentralen Projekten zählen die Neugestaltung des Archäologischen Parks Magdalensberg, die schrittweise Modernisierung des Freilichtmuseums Maria Saal, ein neuer Museumspavillon an der KZ-Gedenkstätte Loibl Nord sowie ein besonderer „Standort im Standort“ am Klagenfurter Kreuzbergl: Der ehemalige Luftschutzstollen wird ab 2026 unter dem Titel ÜBER.LEBEN zu einem Erlebnisraum an der Schnittstelle von Natur, Geschichte und Biodiversität. Auch das 2025 eröffnete Ingeborg-Bachmann-Haus in Klagenfurt wird weiter aufgewertet: Ab diesem Jahr, in dem Bachmann ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, schmückt eine von Anselm Kiefer geschaffene Bronzestatue dauerhaft den Garten.
Landeshauptmann Kulturreferent Peter Kaiser bezeichnete das kärnten.museum als „das lebendige Gedächtnis unseres Landes“ und betonte:

„Dieses Museum ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist dynamisch, prozesshaft und vital – ein Ort, der Vergangenheit reflektiert und Zukunft mitgestaltet.“

Das Erinnerungsjahr 2025 habe gezeigt, wie wichtig eine kritische Auseinandersetzung mit den dunkelsten Kapiteln der eigenen Geschichte sei:

„Diese Reflexion ist Voraussetzung für eine demokratische, verantwortungsbewusste und sich weiterentwickelnde Gesellschaft.“

Der Landeshauptmann verwies zudem auf die große internationale Resonanz der Sonderausstellung „Hinschaun! Poglejmo“, die auch in Slowenien auf breites Interesse gestoßen sei und Ende Jänner in Teilen im slowenischen Parlament gezeigt werde.

„Diese historische Perspektive stärkt den Dialog in unserem gemeinsamen europäischen Alpen-Adria-Raum“,

so Kaiser.
Besonders hob er hervor, dass anlässlich des 100. Geburtstages von Ingeborg Bachmann eine Sonderausstellung im kärnten.museum sowie ein eigener Ingeborg-Bachmann-Raum im Gailtal-Museum realisiert werden. Sein Dank galt Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch, dem Vorsitzenden des Kuratoriums Igor Pucker sowie der gesamten Belegschaft für ihre wichtige gesellschaftsrelevante Arbeit.
Museumsdirektor Wolfgang Muchitsch nutzte die Präsentation, um auch Bilanz zu ziehen: Wurden 2024 noch rund 115.000 Besucherinnen und Besucher im kärnten.museum inklusive Außenstellen gezählt, stieg diese Zahl 2025 um acht Prozent auf insgesamt 124.000. Zusätzlich wurden mit dem Ingeborg-Bachmann-Haus in Klagenfurt und dem Pilgermuseum in Globasnitz zwei neue Standorte eröffnet.

„Unser Fokus liegt bewusst auf gesellschaftlich relevanten Themen“,

betonte Muchitsch.
Mit dem Projekt „Tor zur Demokratie“ wolle man gezielt junge Menschen für demokratische Werte begeistern. Auch der neue Erlebnisraum ÜBER.LEBEN am Kreuzbergl werde thematisch breit angelegt:

„Neben Forschung zu Flora, Fauna, Klimawandel und dem Verhältnis von Mensch und Natur wird hier auch Geschichte aufgearbeitet“,

so Muchitsch.
Abschließend dankte er LH Kaiser und seinem gesamten Team: „Nicht ich bin das Museum – wir alle sind es.“
Auch Igor Pucker, Vorsitzender des Kuratoriums des Landesmuseums für Kärnten, zog aus Sicht des fünfköpfigen, interdisziplinären Gremiums eine positive Bilanz für 2025. Der jährliche Evaluierungsprozess zeige deutlich, dass klare thematische Schwerpunkte und kontinuierliche Reflexion maßgeblich zur Qualität des Museums beitragen.

„Das Museum ist ein Lernort für menschliche Werte – und dieser Aufgabe wird das kärnten.museum in vorbildlicher Weise gerecht“,

so Pucker.

Inhaltlich spannt das Programm 2026 einen weiten Bogen:

von neuen archäologischen Erkenntnissen im Zuge des Koralmbahnbaus über die Nachbarschaft Kärntens mit der Steiermark bis hin zu international beachteten Sonderausstellungen, etwa einer Hommage an Ingeborg Bachmann. Ergänzt wird das Ausstellungsjahr durch Themenschauen zu Klimawandel, Erinnerungskultur, den Hochalpen, den Kindertransporten jüdischer Kinder nach Großbritannien 1938/1939 sowie zu den ägyptischen Sammlungsbeständen des Museums. Ein dichtes Netzwerk an Kultur- und Wissenschaftskooperationen – unter anderem mit dem Carinthischen Sommer, dem Österreichischen Alpenverein, Universitäten und internationalen Kunsthochschulen – bereichert das Programm zusätzlich. Performative Formate, Multimedia-Projekte sowie Design- und Kulinarikveranstaltungen sprechen gezielt Kinder und Jugendliche an und öffnen das kärnten.museum 2026 für ein breites Publikum. Zur weiteren Verbesserung der Barrierefreiheit werden unter anderem Blindenleitsysteme, mehrsprachige Audioguides und eine eigene App umgesetzt.
Alle Infos zum Programm: Landesmuseum Kärnten – Landesmuseum
 
Quelle: LPD Kärnten