LH Daniel Fellner ließ sich von Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka durch die Welt von Infineon führen. Fotos: LPD/Höher
Hinter den Sicherheitsschleusen und Glasfassaden des Infineon-Hauptsitzes in Villach arbeiten tausende Menschen an Technologien, die den Alltag der Zukunft prägen sollen. Winzige Halbleiter steuern Elektroautos, machen Energienetze effizienter oder ermöglichen Anwendungen im Internet der Dinge. Während Maschinen im Reinraum hochpräzise Chips fertigen, wird wenige Räume weiter bereits an der nächsten technologischen Generation geforscht – an Quantenchips.
Genau dort führte der Besuch von Landeshauptmann Daniel Fellner hin. Gemeinsam mit Vorstandsvorsitzender Sabine Herlitschka, Finanzvorstand Jörg Eisenschmied und Vorstand Operations Thomas Reisinger erhielt er einen Einblick in die Forschungs- und Produktionswelt des Unternehmens.
Quantensprung
„Man spürt hier sofort, mit welchem Innovationsgeist gearbeitet wird. Unternehmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Standort Kärnten greifen hier perfekt ineinander“,
sagte Fellner nach dem Rundgang. Infineon sei weit mehr als ein großer Arbeitgeber:
„Das Unternehmen ist ein zentraler Zukunftsmotor für Kärnten – in der Forschung, bei hochwertigen Arbeitsplätzen und bei der technologischen Entwicklung unseres Landes.“
Erst vor kurzem wurde Infineon Austria beim Innovationspreis Kärnten 2026 ausgezeichnet. Das Siegerprojekt rund um eine Quantenchip-Technologieplattform wurde zudem für den Staatspreis Innovation nominiert.
„Man kann tatsächlich sagen, dass Kärnten mit Infineon einen Quantensprung in die Zukunft macht“,
betonte Fellner.
Schlüsseltechnologie
Für Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka liegt genau darin die Stärke des Standorts Villach.
„Bei uns finden Forschung, Entwicklung und Produktion an einem Standort statt. Das ist ein enormes Alleinstellungsmerkmal“,
erklärte sie. Mikroelektronik sei längst zu einer Schlüsseltechnologie geworden – für Energieversorgung, Mobilität, Industrie und Digitalisierung gleichermaßen.
Mit Blick auf die Quantenchip-Technologie sprach Herlitschka vom „nächsten großen Match“. Entscheidend sei dabei, dass Europa technologisch nicht den Anschluss verliere: „Wir müssen hier ganz vorne mitspielen.“
Entwicklung
Wie stark sich der Standort entwickelt hat, zeigt auch ein Blick zurück.
„Begonnen hat alles in den 1970er-Jahren mit 24 Frauen, die einfache Bauteile montiert haben“,
erinnerte Herlitschka.
„Heute sind wir das forschungsstärkste Unternehmen Österreichs.“
Infineon beschäftigt weltweit knapp 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 5.800 davon in Österreich. Etwa 2.500 Menschen arbeiten hierzulande allein in Forschung und Entwicklung. Die Belegschaft stammt aus rund 80 Nationen. Diversität, Weiterbildung und Nachhaltigkeit seien zentrale Bestandteile der Unternehmenskultur, betonte Herlitschka:
„Nachhaltigkeit leben wir in allen Bereichen – von der Produktion bis zur Betriebskantine.“
Infineon Austria ist ein Tochterunternehmen der Infineon Technologies AG und zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Halbleiterlösungen für Energieeffizienz und das Internet der Dinge. Neben dem Hauptsitz in Villach betreibt das Unternehmen weitere Standorte in Graz, Klagenfurt, Linz, Innsbruck und Wien.
Galerie
Betriebsbesuch bei Infineon: Claudia Mischensky (IV), Jörg Eisenschmied (Finanzvorstand Infineon), Christiana Zenkl (Personalleitung Infineon), LH Daniel Fellner, Sabine Herlitschka (Vorstandsvorsitzende Infineon), Thomas Reisinger (Vorstand Operations Infineon), und Gerhard Kuchling (Betriebsratsvorsitzender Infineon).