Kärnten erhält europaweit einzigartiges Forschungszentrum

Kärnten setzt einen Meilenstein im internationalen Forschungswettbewerb: Mit dem Zuschlag für das neue COMET-Zentrum „Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems Center“ (ARC) entsteht in Klagenfurt ein europaweit einzigartiges Spitzenforschungszentrum. Gemeinsam mit der Lakeside Labs GmbH, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und zahlreichen internationalen Partnern werden künftig intelligente und widerstandsfähige Systeme entwickelt, die unsere Energieversorgung, kritische Infrastruktur und industrielle Prozesse sicherer machen sollen. Das Gesamtbudget beträgt 22,8 Millionen Euro.

„Kärnten spielt bei Forschung in der Champions League mit“,

betonte Technologiereferent Landeshauptmann Daniel Fellner bei der Präsentation des Projekts. Der Zuschlag sei ein bedeutender Erfolg für den gesamten Standort.

„Dass sich Kärnten in diesem hochkompetitiven Verfahren durchsetzen konnte, ist großartig und richtungsweisend. Die Forschung, die hier künftig betrieben wird, ist europaweit einzigartig und besitzt enormes Zukunftspotenzial. Das neue Zentrum macht Kärnten zu einem Vorreiter im Bereich der Hochtechnologie und stärkt unsere Position als innovativer Forschungsstandort.“

Resilienz

Im Mittelpunkt der Forschung steht das Thema Resilienz – also die Fähigkeit von Systemen, auf Krisen, Störungen oder unerwartete Ereignisse zu reagieren, sich davon zu erholen und daraus zu lernen. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Gesellschaft, Wirtschaft und Infrastruktur widerstandsfähiger gegenüber Herausforderungen wie Extremwetterereignissen, Cyberangriffen oder Versorgungsengpässen zu machen.

„Resilienz wird eine der entscheidenden Zukunftsfragen unserer Zeit sein“,

erklärte Fellner.

„Sie entscheidet darüber, wie gut wir mit Krisen, Naturereignissen oder technologischen Herausforderungen umgehen können. Dass Kärnten hier eine führende Rolle einnimmt, ist ein starkes Signal für unseren Standort und für die nächste Generation von Forscherinnen und Forschern.“

Exzellenz

Der wissenschaftliche Leiter des Projekts, Christian Bettstetter, erläuterte, dass das Forschungszentrum bereits mit einem breiten internationalen Netzwerk startet. Insgesamt wurden 16 Forschungsprojekte entwickelt, die sich unter anderem mit Energienetzen, industriellen Produktionsprozessen und organisatorischen Strukturen beschäftigen. Ziel sei es, Lösungen zu entwickeln, die Europa widerstandsfähiger, nachhaltiger und wettbewerbsfähiger machen. Auch wirtschaftlich bringt das neue COMET-Zentrum erhebliche Impulse für Kärnten. Wie Lakeside Labs-Geschäftsführerin Claudia Prüggler erklärte, wird das Zentrum mit Beginn des Jahres 2027 seine Arbeit aufnehmen und seine Kapazitäten in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Geplant ist eine Verdoppelung der bestehenden Strukturen sowie die Schaffung von rund 30 zusätzlichen hochqualifizierten Arbeitsplätzen. Für Rektorin Ada Pellert von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt unterstreicht der Zuschlag die internationale Qualität des Forschungsstandortes Kärnten.

„Hier zeigt sich die wissenschaftliche Exzellenz der Universität und der Lakeside Labs. Dieser Erfolg wird weit über Kärnten hinausstrahlen und neue Entwicklungen anstoßen“,

sagte Pellert. Auch BABEG-Geschäftsführer Markus Hornböck sieht im neuen COMET-Zentrum einen entscheidenden Standortfaktor:

„Wir schaffen hier einen enormen Mehrwert für Kärnten. Dort, wo Wissenschaft in konkrete Anwendungen übergeht, entstehen Innovation, Wertschöpfung und neue Chancen für unsere Unternehmen.“

Mit dem Zuschlag für das ARC-Center gelingt Kärnten ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem führenden Technologie- und Forschungsstandort Europas. Forschung, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung gehen dabei Hand in Hand – und schaffen die Grundlage für sichere Arbeitsplätze, neue Investitionen und nachhaltigen Fortschritt.