Kärnten blickt auf herausfordernde Naturkatastrophenjahre zurück

In der heutigen Regierungssitzung wurde auch zum Kärntner Nothilfswerk berichtet. Die vergangenen Jahre haben Kärnten stark gefordert. Hochwasser, Vermurungen und weitere Naturereignisse haben viele Gemeinden und Familien vor große Herausforderungen gestellt.

„Ich habe in dieser Zeit unzählige Gespräche mit Betroffenen geführt und gesehen, wie schnell ein Unwetter das Zuhause oder die Lebensgrundlage zerstören kann“,

sagt Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner.

„Umso wichtiger ist es, dass wir in solchen Situationen rasch, zuverlässig und unbürokratisch helfen können.“

Die Hilfsmaßnahmen zur Behebung von Schäden an privatem Gut oder zur Linderung akuter Notstände werden über das Kärntner Nothilfswerk abgewickelt. Das Nothilfswerk stellt sicher, dass die Unterstützung genau dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird.

„Die Mittel des Kärntner Nothilfswerks greifen dort, wo Versicherungen oder andere Hilfen nicht ausreichen. Gerade Menschen, die durch Naturkatastrophen viel verloren haben, erhalten so schneller und unbürokratisch finanzielle Hilfe.“

Um die Abwicklung noch effizienter zu gestalten, wurde im Jahr 2025 das standardisierte Bewertungsverfahren eingeführt, das sich bereits in den Bundesländern Salzburg und Niederösterreich bewährt hat.

„Dieses Verfahren ermöglicht unseren Bausachverständigen eine einheitliche und schnelle Bewertung der Schäden“,

erklärt Fellner.

„Damit können auch bei Großschadensereignissen zahlreiche Anträge rasch abgewickelt werden. Für die Betroffenen bedeutet das weniger Bürokratie und schneller finanzielle Unterstützung.“

Im Jahr 2025 konnten an insgesamt 177 Katastrophengeschädigte Katastrophenbeihilfen in einer Gesamthöhe von 1.121.130 Euro ausbezahlt werden. Diese Mittel setzen sich zu 40 Prozent aus Landesmitteln und zu 60 Prozent aus Bundesmitteln zusammen. Besonders betroffen waren die Bezirke Sankt Veit an der Glan, Wolfsberg und Völkermarkt.

„Auch wenn das Jahr 2025 im Vergleich zu den besonders belastenden Jahren zuvor deutlich ruhiger verlief, bleibt unsere Aufgabe unverändert“,

so Fellner.

„Wir müssen vorbereitet sein, solidarisch handeln und den Betroffenen rasch zur Seite stehen.“

Fellner bedankt sich abschließend bei allen Einsatzorganisationen, Gemeinden, Sachverständigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern:

„Sie sorgen im Hintergrund dafür, dass Hilfe rasch und effizient ankommt. Ebenso danke ich den Kärntnerinnen und Kärntnern für ihren Zusammenhalt und ihre gegenseitige Unterstützung in schwierigen Zeiten.“

„Wir können Naturereignisse nicht verhindern“,

betont Fellner,

„aber wir können vorbereitet sein, solidarisch handeln und den Betroffenen rasch zur Seite stehen. Dafür werden wir auch weiterhin mit ganzer Kraft sorgen.“

Quelle: LPD Kärnten