20. November 2025
Hohe Landesauszeichnungen verliehen
Sieben Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft wurden gestern, Mittwoch, von Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit den Landesrat Peter Reichmann sowie der Dritten Landtagspräsidentin Marika Lagger-Pöllinger ausgezeichnet. Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt erhielten sie
„Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ bzw. das „Ehrenzeichen des Landes Kärnten“.
Kaiser sagte, dass die Geehrten aus dem Bereich Wirtschaft deren Bereitschaft zu Engagement und ein hohes Ausmaß an Innovation auszeichnen.
„Sie sorgen mit ihren Leistungen dafür, dass Kärnten europaweit, international, ja sogar weltweit sichtbarer ist“,
betonte er.
Äußerst positiv sei auch das Verhältnis aller Geehrten zu ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern:
„Sie kennen deren Wert und setzen sich für Teamwork als wesentlichen Erfolgsfaktor ein.“
So würden diese Unternehmerinnen und Unternehmer wichtige Arbeitsplätze schaffen und dem Braindrain entgegenwirken. In unserer Zeit,
„in der Optimismus nicht gerade Saison hat“,
seien die Geehrten wichtige Impulsgeber. Über den Geehrten aus dem Wissenschaftsbereich sagte Kaiser, dass er vielfaches „Querdenken“ in Kärnten organisiert habe. Viele von ihm vorangetriebene Themenbereiche, wie Nachhaltigkeit und Enkelverantwortung, seien auch wesentliche Bestandteile des Kärntner Regierungsprogramms.
Alexander Kügele und Claus Kügele von der ASCO Group erhielten das „Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten“. Das führende Stahlbauunternehmen ASCO Anlagenbau Consulting GmbH in St. Andrä im Lavanttal wurde 1997 gegründet, mittlerweile besteht die ASCO Group International aus mehreren Unternehmen. ASCO ist ein wichtiger Arbeitgeber und Lehrlingsausbilder in der Region.
Das Unternehmen zeichnen zudem Nachhaltigkeit sowie ein schonender Umgang mit Natur und Umwelt aus. Claus und Alexander Kügele engagieren sich auch stark im Verein Lavanttaler Wirtschaft.
Auch Wolfgang Müller von der Himmelberger Zeughammerwerk Leonhard Müller & Söhne GmbH bekam das „Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten“. Das Unternehmen in Frantschach-St. Gertraud ist einer der führenden Werkzeughersteller Österreichs.
Alle Werkzeuge werden in traditioneller Handarbeit gefertigt. Besonderes Augenmerk wird auf nachhaltiges Wirtschaften, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Senkung des CO2-Fußabdrucks gelegt. Das Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, auch für Menschen mit Beeinträchtigungen. Von Wolfgang Müller – ebenfalls Mitglied im Verein Lavanttaler Wirtschaft – wird es seit fast vier Jahrzehnten geführt, Tochter Lisa-Marie repräsentiert die bereits 14. Generation im Familienbetrieb.
Das „Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ ging auch an das Unternehmerehepaar Renate und Gerhard Sandhofer. Sie haben 1981 in Klagenfurt die Firma Gesa Transporttechnik gegründet und über 40 Jahre Lang geführt. Sie haben sich stets neuen Herausforderungen gestellt und neue Impulse eingebracht.
Auch einen großen Brand in der Firma haben sie positiv gemeistert und weitergemacht. Loslassen vom Betrieb fiel dem Ehepaar schwer, aber sie haben alles darangesetzt, dass bei Gesa an den gelebten Werten festgehalten wird und die Arbeitsplätze gesichert sind.
Walter Wiedenbauer von der Sto Ges.m.b.H. bekam ebenfalls das „Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten“. Er übernahm 2003 die Geschäftsführung im Bauprodukte herstellenden Unternehmen. Unter seiner Führung wurde der Personalstand in Österreich und vor allem in der Zentrale in Villach ausgebaut. Wiedenbauer steuert von Villach aus auch Niederlassungen in Slowenien, Kroatien und Serbien und ist verantwortlich für die Verkaufsregion Südeuropa, Italien und Schweiz. Ein besonderer Meilenstein war 2020 die Erweiterung des Villacher Headquarters mit einer Investitionssumme von zehn Millionen Euro.
Das „Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ ging an Horst Groß als Präsident des Vereins Landschaft des Wissens. Den Wissenschaftsverein gründete er vor mittlerweile 30 Jahren – damals noch als Universitätsclub Klagenfurt.
Gründungsidee war die Verbindung von Theorie und Praxis. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Denkformate etabliert, wie das TOP Management Symposium in der Abbazia di Rosazzo, die Reihe „Wage zu denken“ am Weissensee oder die Vortragsreihe „Wissen schafft Gesellschaft“. Groß gestaltete auch die Kärntner Hochschullandschaft strategisch mit und ermöglichte viele Projekte über das Institut zur Förderung von Wissenschaft und Forschung der Kärntner Sparkasse.
Bei den Ehrungen anwesend waren auch die Bürgermeister Günther Vallant (Frantschach-St. Gertraud) und Günther Albel (Villach) sowie der stellvertretende Landesamtsdirektor Markus Matschek. Für die musikalische Umrahmung sorgten Hannah Senfter (Harfe) und Polina Winkler (Geige).
Quelle: LPD Kärnten
