Hohe Landesauszeichnung für Wasserretter Albert Maryodnig

Die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) hielt heuer ihren Bundestag in Kärnten ab. Dabei dankten Landeshauptmann Peter Kaiser und Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner den Mitgliedern für ihren großartigen Einsatz. Dem früheren Kärntner Landesleiter, jetzigen Ehrenlandesleiter und Ehrenmitglied der Bundesleitung, Albert Maryodnig, überreichten sie am Samstag den Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Gold mit Brillanten. Geehrt wurde aber auch der Landeshauptmann selbst: Er erhielt das Blaue Kreuz der ÖWR-Bundesleitung in Gold mit Diamanten. Diese höchste Auszeichnung der Wasserrettung wurde überhaupt erst zum zweiten Mal vergeben. Weiters wurden im Zuge des Bundestages ein Einsatzleitfahrzeug und drei Katastropheneinsatzboote der ÖWR Kärnten durch Superintendent Manfred Sauer und Provisor Gerhard Simonitti gesegnet.
 
Kaiser dankte allen Mitgliedern der Österreichischen Wasserrettung für ihren unverzichtbaren und ehrenamtlichen Einsatz.

„Ihr investiert eure Zeit für andere Menschen und sorgt damit für hohe Lebens-, Urlaubs- und Freizeitqualität in Österreich“,

betonte er. Ebenso strich er den wichtigen Beitrag der Wasserrettung bei Sportveranstaltungen und im Katastrophenschutz hervor:

„Außerdem stärkt ihr den gesellschaftlichen Zusammenhalt – und das in hoher Professionalität gemeinsam mit allen anderen Einsatzorganisationen. Bitte steht den Menschen weiter so zur Seite.“

Bei der Auszeichnung von Albert Maryodnig hob Kaiser hervor, dass dieser seit 60 Jahren nicht wegzudenkender Teil der Wasserrettung sei und auch viele Retterinnen und Retter ausgebildet habe.
Als Maryodnig der Kärntner Lorbeer überreicht wurde, standen alle Anwesenden auf und applaudierten lange.
 
Fellner bezeichnete das Ehrenamt als unbezahlbar und als Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Er hob hervor, dass alleine in Kärnten 30 Millionen ehrenamtliche Stunden pro Jahr geleistet werden.

„Die Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür schaffen“,

so der Landesrat.
Er erklärte, dass in Kärnten ehrenamtliche Tätigkeiten eine große Rolle bei den Aufnahmekriterien für den Gemeindedienst spielen und Einsätze als Sonderabwesenheit im öffentlichen Dienst gelten.

„Alle Einsatzorganisationen stehen bei uns in freundschaftlicher Verbindung. Wir verstehen uns blind“,

so Fellner.
Der ÖWR dankte er für die hochprofessionelle Arbeit, sie sei auch unverzichtbarer Teil im Kärntner Katastrophenschutz.
 
ÖWR-Präsident Heinrich Brandner dankte ebenfalls allen Ehrenamtlichen und strich die engen Kooperationen mit den anderen Organisationen hervor. Die Leistungsdaten der ÖWR präsentierten die Vizepräsidenten Alexander Pamer, Gerald Berger, Bruno Rassinger und Wolfgang Fischer. General Reinhard Schnackl aus dem Innenministerium hob die Wichtigkeit von Ehrenamt, Ausbildung und moderner Ausrüstung hervor. Großen Dank an alle richtete auch Landtagspräsident Reinhart Rohr als Präsident des ÖWR-Landesverbandes Kärnten. Die gute Zusammenarbeit mit der Österreichischen Wasserrettung betonten weiters der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant Friedrich Monai und Johanna Mutzl vom ÖAMTC Kärnten – sie verwies auf die kürzlich stattgefundene große Übung der Wasserrettung mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber Christophorus 11.
 
Der vom Land Kärnten ausgezeichnete Albert Maryodnig ist seit beeindruckenden 60 Jahren in der Österreichischen Wasserrettung aktiv, davon stand er 48 Jahre lang als Rettungsschwimmlehrer im Einsatz. Landesleiter der ÖWR Kärnten war er von 1980 bis 2010, von 1992 bis 2012 fungierte er als Vizepräsident in der Bundesleitung. Er ist bereits Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (2000), Ehrenzeichens des Landes Kärnten (2000), Kärntner Lorbeers in Gold (2001) und des Großen Ehrenzeichens des Landes Kärnten (2010).
 
Die Ehrung von Landeshauptmann Peter Kaiser begründete ÖWR-Landesleiter Markus Bräuhaupt damit, dass „du immer ein offenes Ohr für uns als Wasserrettung hast“. Außerdem führte er die gute Zusammenarbeit bei der Aktion „Schwimmen statt Baden“ und schon zuvor im Rahmen von Cap Wörth an. Von der Wasserrettung ausgezeichnet wurden außerdem Martin Eder aus Tirol, er erhielt das Ehrenzeichen der ÖWR-Bundesleitung in Bronze und der Präsident der Kärntner Zivilschutzverbandes, Rudolf Schober, dem das Blaue Kreuz der ÖWR-Bundesleitung in Gold überreicht wurde.
„Das Ehrenamt ist unsere Kraft als Gesellschaft“, betonte Schober, der allen Organisationen für die gute Zusammenarbeit bei den Sicherheitstagen und der Kindersicherheitsolympiade dankte.
 
Österreichweit hat die Wasserrettung 7.195 aktive ehrenamtliche Mitglieder, beim Landesverband Kärnten sind es 1.317 (Stand 2024). Im Vorjahr gab es in Österreich insgesamt 3.056 Einsätze, bei denen 610 Personen- und Lebensrettungen erfolgten. In Kärnten waren es 523 Einsätze sowie 139 Personen- und Lebensrettungen.
 
Landesleiter Bräuhaupt konnte beim Bundestag auch Landtagspräsident Andreas Scherwitzl, ÖWR Kärnten-Vizepräsident Christian Poglitsch, Landeskatastrophenschutzbeauftragten Markus Hudobnik, Johannes Dullnig von der Landespolizeidirektion Kärnten, Philipp Hlavacek vom Roten Kreuz Kärnten, Christoph Sterbenz vom Kärntner Zivilschutzverband und Raffael Kalt von der Österreichischen Rettungshundebrigade begrüßen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Polizeimusik Kärnten.
 
Zum ÖWR Landesverband Kärnten: https://www.oewr-kaernten.at/
 
Quelle: LPD Kärnten