Höchste Auszeichnung der Steiermark für Peter Kaiser
LH a.D. Peter Kaiser wurde mit dem höchsten Orden Steiermarks ausgezeichnet. LH Kunasek und LH Daniel Fellner würdigten in ihren Reden das Wirken Kaisers. Foto: Land Steiermark/Robert Binder
Seit heute ist Landeshauptmann a. D. Peter Kaiser Träger des höchsten Ordens des Landes Steiermark. In der Aula der Alten Universität in Graz wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern überreicht. Im Beisein von Familie, Freunden und langjährigen Wegbegleitern würdigte der Festakt einen Politiker, der Kärnten über viele Jahre geprägt und die Zusammenarbeit mit dem Nachbarbundesland entscheidend vorangetrieben hat. Mehr als fünf Jahrzehnte politisches Engagement und 13 Jahre an der Spitze der Kärntner Landespolitik: Peter Kaisers Wirken steht für Verantwortung, Weitsicht und die Überzeugung, dass im Miteinander mehr erreicht werden kann. Diese Haltung prägte auch seinen Einsatz für eine enge Verbindung zwischen Kärnten und der Steiermark.
Ein Brückenbauer zwischen Kärnten und der Steiermark
Bei der Überreichung würdigte der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek Kaiser als Brückenbauer, der die Kooperation mit dem Nachbarbundesland stets in den Mittelpunkt seines politischen Handelns gestellt habe. Kaiser habe Kärnten mit Weitsicht geführt und einen großen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern geleistet. Sichtbares Symbol dieses Zusammenwachsens ist die Koralmbahn. Sie verbindet Kärnten und die Steiermark und eröffnet dem Süden Österreichs neue Möglichkeiten als gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum. Die länderübergreifende Zusammenarbeit wurde zuletzt Mitte September bei der Steiermark-Kärnten-Konferenz in Graz weiter vertieft. Ein wesentlicher Grundstein dafür wurde unter Peter Kaiser gelegt.
Kaiser: „Miteinander setzen wir die Basis für eine großartige gemeinsame Zukunft“
Sichtlich gerührt bedankte sich Peter Kaiser für die besondere Auszeichnung und dafür, dass so viele Menschen diesen Moment mit ihm teilten:
„Herzlichen Dank, dass Ihr mir heute das Wertvollste, was Menschen haben können, geschenkt habt – nämlich Zeit. Ich bin der Steiermark sehr verbunden. Uli, die Frau an meiner Seite, kommt aus der Steiermark und sie ist die Tunnelpatin des unsere beiden Bundesländer verbindenden Koralmtunnels. Einer Jahrtausendchance für Kärnten und für die Steiermark, die von vielen meiner Vorgänger parteiübergreifend erkämpft wurde“,
so Kaiser. Seine Verbundenheit mit der Steiermark reicht dabei bis in die eigene Familiengeschichte zurück. Zugleich machte Kaiser deutlich, wie wichtig ihm die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit ist:
„Die wenigsten werden wissen, dass ich zu einem Sechzehntel Steirer bin. Meine Großmutter stammte aus Stainz. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich diese hohe Auszeichnung des Landes Steiermark empfangen durfte. Ich freue mich, dass LH Mario Kunasek und LH Daniel Fellner das fortsetzen, was wir am 20. September 2023 begonnen haben. Eine enge, abgestimmte Zusammenarbeit der Landesregierungen. Ich halte das für ein Vorbild für ganz Österreich. Ich wünsche mir, dass dies fortgesetzt wird, denn die Nutznießer davon sind die Menschen in Kärnten und in der Steiermark. Miteinander setzen wir die Basis für eine großartige gemeinsame Zukunft“,
so der Ausgezeichnete.
Fellner würdigt Kaiser und führt seinen Weg weiter
Landeshauptmann und SPÖ-Landesparteivorsitzender Daniel Fellner gratulierte seinem Vorgänger herzlich zum Ehrenzeichen. Für ihn machte die Veranstaltung deutlich, dass die Verbindung zwischen Kärnten und der Steiermark weit über ein gemeinsames Infrastrukturprojekt hinausgeht:
„Der Festakt hat auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie nahe sich die beiden Bundesländer Steiermark und Kärnten geworden sind. Die Koralmbahn hat die Distanz reduziert und die Region verbunden. Doch es waren und sind die Menschen, die seit Jahren ihre Beziehungen vertiefen und Kontakte in den unterschiedlichsten politischen Bereichen stärken“,
sagte Landeshauptmann Daniel Fellner im Rahmen der Veranstaltung. Fellner versicherte, den von seinem Vorgänger eingeschlagenen Weg konstruktiv weiterzugehen. Die Zusammenarbeit soll beiden Ländern neue Perspektiven eröffnen und den Menschen konkrete Vorteile bringen:
„Kooperationen über Landesgrenzen hinweg sind ein Gebot der Vernunft und ein Gebot der Zeit. In unseren gemeinsamen Regierungssitzungen konnten wir zuletzt wichtige Weichen stellen für einen gemeinsamen Wirtschafts-, Innovations- und Bildungsraum“,
so Landeshauptmann Fellner. Peter Kaiser habe bereits vor Jahren erkannt: „Zusammen sind wir stärker.“
Respekt und Verlässlichkeit als Grundlage seiner Arbeit
Auch Kaisers langjähriger Regierungspartner Martin Gruber würdigte sein Wirken. Seit 2018 hatten beide gemeinsam Verantwortung in der Kärntner Landesregierung getragen und zweimal eine Regierungskoalition verhandelt und angeführt. Gruber beschrieb die Zusammenarbeit als von Respekt, Wertschätzung und Augenhöhe geprägt. Trotz unterschiedlicher Zugänge habe man gemeinsam so lange nach Lösungen gesucht, bis der beste Weg für Kärnten gefunden worden sei. Auf Kaisers Wort sei dabei stets Verlass gewesen. Besonders hob Gruber Kaisers Ruhe und Besonnenheit hervor, die Kärnten in schwierigen Momenten gutgetan hätten. Die unter Kaiser ins Leben gerufenen gemeinsamen Regierungssitzungen mit der Steiermark seien Ausdruck der engen Verbindung beider Länder und mittlerweile ein wichtiger Fixpunkt in der Zusammenarbeit.
Familie, Freunde und Wegbegleiter beim Festakt
Zahlreiche Gäste begleiteten Peter Kaiser bei der Verleihung in Graz. Neben seiner Lebensgefährtin Ulrike Wehr, Landeshauptmann Daniel Fellner und Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber nahmen unter anderem die ehemaligen steirischen Landeshauptleute Christopher Drexler und Hermann Schützenhöfer, Staatssekretär Jörg Leichtfried, der Erste und der Dritte Präsident des Kärntner Landtages, Andreas Scherwitzl und Günter Leikam, sowie LAbg. Stefan Sandrieser teil.
Zu den Gästen zählten außerdem Klubobmann Marco Triller, die steirische Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schaar, Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner, der Rektor der Kunstuniversität Graz, Georg Schulz, die Abteilungsleiterin des Kärntner Minderheitenschulwesens, Sabine Sandrieser, Landessportdirektor Arno Arthofer, ORF-Chefredakteur Wolfgang Schaller und ORF-Stiftungsrat Michael Götzhaber.