Hochwasserschutz in Viktring auf dem neuesten Stand

Das Rückhaltebecken Treimischer Teich ist wieder auf dem aktuellen Stand der Technik. Im Falle eines außergewöhnlichen Hochwassers kann überschüssiges Wasser nun kontrolliert über den Damm geführt und sicher abgeleitet werden. Dafür wurde die Dammkrone angehoben und die Überströmstrecken wurden mit massiven Wasserbausteinen befestigt.

„Hochwasserschutz ist konkrete Vorsorge für die Sicherheit der Menschen. Die Ereignisse im August 2023 haben gezeigt, wie wichtig funktionierende Schutzanlagen in stark betroffenen Gebieten sind. Mit der Anpassung des Rückhaltebeckens stellen wir sicher, dass das Wasser im Ernstfall kontrolliert abgeleitet werden kann. So schützen wir Häuser, Infrastruktur und Lebensqualität in Viktring“,

betont Wasserwirtschaftsreferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Auch das Rückhaltebecken in der Karl-Truppe-Straße wurde saniert. Undichte Stellen, die infolge des Hochwassers aufgetreten waren, wurden mit einer neuen Dichtschicht behoben.

Konsequenzen aus dem Hochwasser 2023 gezogen

Das Tief „Zacharias“ hatte im August 2023 enorme Niederschlagsmengen und heftige Starkregenschauer nach Kärnten gebracht. Auch der Viktringer Bach trat über die Ufer. Das Rückhaltebecken Treimischer Teich wurde dabei teilweise überströmt. Die notwendigen Verbesserungen wurden daraufhin umfassend geplant und umgesetzt. Die Bauarbeiten starteten im Oktober 2025, erste Vorbereitungen erfolgten bereits einen Monat zuvor. Schon im Dezember war die Funktionsfähigkeit der Anlage wiederhergestellt. Im Frühjahr 2026 wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen. Neben den technischen Maßnahmen wurden die Dammauffahrt asphaltiert, Ablauf- und Trennungsbauwerke saniert und eine Wegabgrenzung aus Lärchenrundholz errichtet. Sämtliche beanspruchten Flächen wurden rekultiviert. Im Juni folgte die ökologische Wiederherstellung mit rund 500 standorttypischen Gehölzen.

Sicherheit und Natur gemeinsam gedacht

„Verantwortungsvolle Schutzwasserwirtschaft bedeutet, aus vergangenen Ereignissen die richtigen Schlüsse zu ziehen, Schutzanlagen gezielt zu verbessern und gleichzeitig auf eine gute Einbindung in den Naturraum zu achten“,

so Lagger-Pöllinger. Besonders erfreulich sei, dass die Maßnahmen dank effizienter Planung und Umsetzung voraussichtlich günstiger ausfallen als ursprünglich veranschlagt. Das genehmigte Projektvolumen beträgt rund 1,098 Millionen Euro. Tatsächlich werden voraussichtlich rund 900.000 Euro benötigt. Die Finanzierung tragen der Bund, das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt zu gleichen Teilen.