Hitzeschutz: Kärnten stockt Förderung um weitere 500.000 Euro auf

Die Hitzeschutz-Förderung des Landes Kärnten für Kindergärten, Kindertagesstätten und Volksschulen wird aufgrund der starken Nachfrage um weitere 500.000 Euro aufgestockt. Insgesamt stehen somit 4,5 Millionen Euro für konkrete Hitzeschutzmaßnahmen zur Verfügung. Bislang haben 76 der 132 Kärntner Gemeinden Förderanträge gestellt. In Summe wurden bereits 264 Maßnahmen eingereicht, und rund 3,87 Millionen Euro an Fördermitteln sind bereits vergeben. Somit stehen jetzt noch 631.000 Euro zur Verfügung.
Landeshauptmann Daniel Fellner betont:

„Die Klimaveränderung ist längst spürbar und macht auch vor unseren Kindergärten und Schulen nicht halt. Schon im Juni erreichen die Temperaturen Werte, die Lernen und Lehren deutlich erschweren. Die starke Nachfrage nach unserer Hitzeschutz-Förderung zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist. Deshalb stocken wir den Fördertopf um weitere 500.000 Euro auf. Damit können unsere Gemeinden noch mehr konkrete Hitzeschutzmaßnahmen in unseren Kindergärten, Kitas und Volksschulen umsetzen und so für unsere Kinder ein gutes und gesundes Umfeld schaffen.“

„Bei Hitzeschutz geht es am Ende um die Menschen und darum, ihre Lebensqualität auch an immer heißeren Tagen zu erhalten. Besonders wichtig ist es mir, diejenigen zu erreichen, die unseren Schutz am dringendsten benötigen. Deshalb haben wir bewusst bei den Kleinsten begonnen. 76 Gemeinden und 264 eingereichte Maßnahmen zeigen, wie breit dieser Ansatz bereits unterstützt wird. Damit investieren wir doppelt in unsere Gemeinden. Einerseits in die Lebensqualität der Menschen und andererseits durch die ausgelösten Investitionen in regionale Wertschöpfung und heimische Betriebe. Und wir denken weiter: Unsere Gemeinden sollen Orte bleiben, an denen Menschen gerne und gut leben. Deshalb müssen wir Hitzeschutz bei Sanierungen, Neubauten und in der Gemeindeentwicklung von Anfang an mitdenken“,

betont Gemeindereferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Auch Bildungsreferent Landesrat Peter Reichmann weist auf den unmittelbaren Nutzen hin:

„Unsere Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass sie aber auch ihre Pädagoginnen und Pädagogen dort Bedingungen vorfinden, unter denen sie sich wohlfühlen, konzentrieren und gut lernen und arbeiten können. Hitzeschutz ist also keine Frage des Komforts, sondern eine Frage guter Rahmenbedingungen – und die schaffen wir mit dieser Unterstützung.“

Das Land übernimmt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Unterstützt werden unterschiedliche Maßnahmen zum Hitzeschutz, darunter Beschattungen, Sonnensegel, Begrünungen, Entsiegelungen, Trinkbrunnen, Rollos, Jalousien, Hitzeschutzfolien, Deckenventilatoren und klimatisierte Ruhebereiche. Die Förderung läuft vom 1. Juli 2026 bis 31. Dezember 2027.

Von 62 auf 76 Gemeinden: Nachfrage steigt weiter

Ende August lagen Förderanträge aus 62 Gemeinden mit 171 Maßnahmen vor. Seither ist die Zahl deutlich gestiegen: 76 Gemeinden und damit mehr als jede zweite Kärntner Gemeinde sind mittlerweile dabei. Die eingereichten Projekte verteilen sich auf alle Bezirke sowie die beiden Statutarstädte Klagenfurt und Villach.

„Dass innerhalb weniger Wochen weitere Gemeinden dazugekommen sind, zeigt, wie präsent das Thema inzwischen vor Ort ist. Unsere Gemeinden investieren damit direkt in die Gesundheit und Lebensqualität unserer Kinder. Wir unterstützen sie dabei, diese Maßnahmen rasch umzusetzen“,

so Lagger-Pöllinger.
Quelle: LPD Kärnten