Gute Pflege braucht Sicherheit: Kärnten verlängert Unterstützung bis Ende 2027

Wer andere pflegt, braucht selbst Unterstützung. Deshalb sichert Kärnten auch im kommenden Jahr zusätzliche Mittel für die stationäre Pflege. Die Landesregierung hat auf Antrag von SPÖ-Pflege-Landesrätin Beate Prettner sowohl die Verlängerung des erhöhten Sockelbetrags als auch die weitere Finanzierung zusätzlichen Hilfspersonals beschlossen. Davon profitieren die Beschäftigten und die Bewohnerinnen und Bewohner der 79 Kärntner Altenwohn- und Pflegeheime.

„Unsere Pflegeheime müssen ihre Bewohnerinnen und Bewohner bestmöglich versorgen können. Dafür brauchen sie eine solide finanzielle Grundlage und ausreichend Unterstützung im Alltag. Mit den heutigen Beschlüssen schaffen wir Sicherheit für die Einrichtungen und stärken jene, die tagtäglich Pflege leisten“,

betont Prettner.

18,5 Millionen Euro für eine verlässliche Finanzierung

Für die insgesamt rund 5.800 Pflegeplätze wird die zusätzliche Unterstützung von 265,66 Euro pro Person und Monat auch 2027 fortgeführt. Der Sockelbetrag steigt damit im kommenden Jahr auf insgesamt rund 3.481 Euro monatlich. Das Land stellt für diese zusätzliche Unterstützung rund 18,5 Millionen Euro bereit.
Damit bleibt die Finanzierung der Einrichtungen planbar, während an der Umstellung auf ein neues, genormtes Realkostenmodell gearbeitet wird. Die dafür notwendige Datenerhebung und die weiteren Abstimmungen brauchen Sorgfalt.

„Wir wollen die Umstellung auf eine tragfähige Grundlage stellen. Bis dahin sorgen wir dafür, dass unsere Pflegeheime mit verlässlichen Rahmenbedingungen arbeiten können“,

erklärt Prettner.

Bis zu 116 Vollzeithilfskräfte entlasten die Pflege

Gute Pflege braucht auch Zeit und ausreichend Unterstützung im Alltag. Deshalb finanziert das Land weiterhin zusätzliches Hilfspersonal im Ausmaß von einer Vollzeitkraft pro 50 Betten. Für 2027 wird mit einem Bedarf von bis zu 116 Vollzeithilfskräften gerechnet. Dafür stehen bis zu 5,56 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Hilfskräfte übernehmen hauswirtschaftliche Aufgaben, unterstützen bei der Alltagsgestaltung und entlasten damit die Pflegefachkräfte. So bleibt diesen mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe: die Betreuung und Pflege der Menschen. Die Förderung setzt voraus, dass die Einrichtungen die vorgeschriebenen Personalschlüssel einhalten. Das zusätzliche Hilfspersonal ergänzt somit die reguläre Besetzung. Nahezu alle Einrichtungen haben das Angebot 2026 genutzt.

Unterstützung, die bei den Menschen ankommt

Die seit 2022 finanzierte Maßnahme hat einen weiteren positiven Effekt: Wer als Hilfskraft den Pflegealltag kennenlernt, entwickelt oftmals Interesse an einer Ausbildung im Pflegebereich. Für Prettner steht fest:

„Jede zusätzliche Ressource, die unsere Pflegekräfte sinnvoll unterstützt, kommt letztlich auch den Bewohnerinnen und Bewohnern zugute. Wir setzen daher auf Maßnahmen, die sich in der Praxis bewährt haben und die Qualität der Versorgung stärken.“

Mit der Verlängerung beider Maßnahmen setzt Kärnten einen klaren Schwerpunkt: Pflegekräfte entlasten, Versorgung sichern und Altern in Würde ermöglichen.