24. Februar 2026
Große Ehren für verdienstvolle Kärntnerinnen und Kärntner
Als besondere Feierstunde bezeichnete Landeshauptmann Peter Kaiser gestern, Montag, die Vergabe von Ehrenzeichen an verdienstvolle Kärntnerinnen und Kärntner, weil die Verleihung im Beisein von LRin Beate Prettner und LR Daniel Fellner, sowie der Landesamtsdirektoren Dieter Platzer und Markus Matschek, des Landtagspräsidenten Andreas Scherwitzl stattfand.
„Wir zeichnen heute Menschen aus, die immens viel für das Land, die Menschen, die Gesellschaft und den Zusammenhalt der Gesellschaft geleistet haben, die Anwesenheit von vier Regierungsmitgliedern sollte die Wertschätzung gegenüber den zu ehrenden Personen besonders ausdrücken. Alle, die wir heute mit den Ehrenzeichen des Landes würdigen, haben weit über ihre berufliche Verpflichtung hinaus Verantwortung übernommen. Sie alle eint ihr Wille zur Leistungsbereitschaft, ihre überlegten strategischen Festlegungen in ihren jeweiligen Bereichen, ihr Fachwissen sowie ihre Kompetenz. Sie alle haben zur Sicherheit, zum Schutz und zur Lebensqualität in Kärnten beigetragen“,
sagte Kaiser zu Beginn der Feierstunde, die von Silvia Igerc und Arthur Ottowitz umrahmt wurde.
Der Landeshauptmann verwies darauf, dass die Verleihung von Ehrenzeichen sichtbar machen sollte, dass das Land Kärnten stolz auf die Leistungen der Menschen ist und dass Leistungsbereitschaft im Sinne der Gesellschaft auch gewürdigt werde.
Die Laudationen hielt die Leiterin der Abteilung Repräsentationen und Volksgruppen, Christiane Ogris.
Das Große Ehrenzeichen des Landes erhielt der ehemalige Oberbrandinspektor und Leiter der Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes Kärnten, Oskar Grabner. Als Leiter der Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes Kärnten stand Grabner seit 1999 bis zu seiner Pensionierung Ende 2025 im Zentrum der organisatorischen und strategischen Entwicklung der Kärntner Feuerwehren. Über 25 Jahre hinweg hat er mit Fachkompetenz, Weitblick und unermüdlichem Engagement Verantwortung getragen für Strukturen, Abläufe und für Menschen.
Er hat über viele Jahre hinweg maßgeblich dazu beigetragen, dass die Feuerwehren in Kärnten sowohl im Einsatz als auch für Großschadenslagen verlässlich, effizient und modern aufgestellt sind. Oskar Grabner dachte Strukturen neu, verbesserte Abläufe nachhaltig und machte die Organisation zukunftsfit. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement im Bereich der Informations- und Kommunikationsstrategie. Besonders hervorzuheben ist sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als Ortsfeuerwehrkommandant der FF St. Georgen am Sandhof. Feuerwehrreferent Daniel Fellner bezeichnet ihn als „Fels in der Brandung“ – einen verlässlichen Ruhepol in oftmals hitzigen Diskussionen, dessen Meinung stets Gewicht hatte und nie in Frage gestellt werden musste.
Das Ehrenzeichen des Landes Kärnten erhielt Markus Hudobnik, Katastrophenschutzbeauftragter des Landes, der nun seinen Ruhestand antreten wird. Sein Name ist untrennbar mit Einsatzbereitschaft, Verantwortung und gelebtem Ehrenamt verbunden. Sein Weg begann im Jahr 1986 im Landesdienst Kärnten. In verschiedensten Abteilungen sowie in Sekretariaten von Regierungsmitgliedern der Kärntner Landesregierung stellte er seine Kompetenz unter Beweis. Im Jahr 2007 wechselte er in den Bereich des Katastrophenschutzes, wo er an der Entwicklung des Skisicherheitskonzeptes beteiligt war.
Er setzte neue Maßstäbe in der Präventionsarbeit und organisierte Skisicherheitsvorträge und Skisicherheitstage, durch die tausende Kärntner Schülerinnen und Schüler für das Thema Sicherheit im Wintersport sensibilisiert wurden. Mit 1. Juli 2016 wurde Hudobnik zum Unterabteilungsleiter der Unterabteilung Feuerwehrwesen, Katastrophenschutz und Zivildienst bestellt und per Regierungsbeschluss zum Katastrophenschutzbeauftragten des Landes Kärnten ernannt. In seiner beinahe zehnjährigen Tätigkeit in dieser Leitungsfunktion hat er das Katastrophenschutzmanagement des Landes Kärnten maßgeblich geprägt und nachhaltig weiterentwickelt, Neuerungen initiiert, begleitet und umgesetzt. Gerade in Krisenzeiten zeigte sich seine besondere Stärke, Ruhe zu bewahren, Prioritäten zu setzten und lösungsorientiert zu handeln. Er hat Maßstäbe gesetzt, die weit über seine Amtszeit hinauswirken werden.
Ebenso ein Ehrenzeichen des Landes Kärnten erhielt Peter Karpf, ehemaliger Leiter des Volksgruppenbüros des Amtes der Kärntner Landesregierung. Sein beruflicher Weg begann er als Lehrer für Geschichte und Geografie bis er in den Dienst des Landes Kärnten im damals neu eingerichteten Volksgruppenbüro trat und seine 35jährige Laufbahn, davon 20 Jahre als Leiter, begann. Hinter dieser Zahl steht mehr als nur Dienstjahre: unzählige Gespräche, verantwortungsvolle Entscheidungen, sensible Verhandlungen, herausfordernde Situationen und vor allem Brücken, die gebaut wurden.
Anfangs war es eine behutsame Spurensuche in einem komplexen historischen und gesellschaftlichen Umfeld, gefolgt vom beharrlichen Bemühen, Vertrauen aufzubauen in einem Umfeld, das von Emotionen und offenen Fragen bestimmt war. Peter Karpf bewies Geduld und Fingerspitzengefühl. Er verstand es, das Volksgruppenbüro als Plattform des Austausches und der Zusammenarbeit zu stärken und weiterzuentwickeln. Ein Meilenstein war die Lösung der Ortstafelfrage im Jahr 2011 und in weiterer Folge das gemeinsame Bekenntnis zu einem Füreinander, ein Wandel zum Wohle der beiden im Lande lebenden Volksgruppen. Im Jahr 2002 wurde er zum Menschenrechtskoordinator des Landes Kärnten bestellt, eine Funktion, die sein Verständnis von Verantwortung und Gerechtigkeit eindrucksvoll unterstreicht.
Hannelore Pacher, Leiterin der Selbsthilfegruppe Demenz Klagenfurt, erhielt gestern ebenso ein Ehrenzeichen, da sie ihr Leben der Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen gewidmet hat. Vier Jahrzehnte steht sie im Dienst der Selbsthilfe, wo sie als betroffene Angehörige, als Lernende, als Suchende, als Kämpferin für Würde und Verständnis tätig war. Aus dieser Erfahrung ist ein außergewöhnliches Engagement gewachsen. Ihre Beiträge im Buch
„Wenn der Geist sich verirrt und die Seele leidet“ geben Zeugnis von der Tiefe ihrer Erfahrungen als pflegende Angehörige. Diese Authentizität macht sie für viele Angehörige zu einer glaubwürdigen und vertrauensvollen Begleiterin. 1995 wurde sie in der Selbsthilfegruppe Demenz selbst aktiv und mit organisatorischem Geschick, Weitblick und großem Verantwortungsbewusstsein stärkte sie die Struktur und Weiterentwicklung der Gemeinschaft maßgeblich. Sie übernahm die Leitung der Selbsthilfegruppe Villach und in weiterer Folge die Leitung in Klagenfurt. Damit wurde sie zu einer zentralen Säule der Selbsthilfebewegung Demenz in Kärnten. Unzählige Angehörige fanden hier Orientierung, Verständnis und neue Kraft. Sie hat sich für die Verbesserung der Lebenssituation der Angehörigen eingesetzt und damit zahlreichen Menschen geholfen, ihre Situation besser zu verstehen und die mit der Krankheit einhergehenden Herausforderungen besser zu bewältigen.
Das Ehrenzeichen des Landes Kärnten wurde gestern auch an Christine Sitter, der ehemaligen Leader- und Regionalmanagerin der Nockregion Oberkärnten, verliehen. Sie hat über 15 Jahre lang die Entwicklung der Nockregion-Oberkärnten begleitet und geprägt. Von 2010 bis 2025 wirkte sie als Leader- und Regionalmanagerin mit Leidenschaft, Weitblick und Engagement.
Sie hatte die Fähigkeit Menschen miteinander zu verbinden, sie brachte Gemeinden, Unternehmen und Sozialpartner an einen Tisch, weil sie wusste: nur im Miteinander lassen sich die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen. Unzählige Projekte tragen ihre Handschrift. Besonders am Herzen lag ihr die demografische Entwicklung der Region. Mit dem Demografiecheck der Nockregion wurden erstmals detaillierte Daten für jede Mitgliedsgemeinde und für die gesamte Region erhoben.
Im Zuge der Ehrungen gestern wurde auch der Berufstitel Hofrätin an Abteilungsleiterin Sabine Sandriesser, Bildungsdirektion Kärnten, verliehen. Begrüßt wurde auch der LH a. D., Gerhard Dörfler, sowie Bildungsdirektorin Isabella Penz.
Quelle: LPD Kärnten
