Gewalt an Frauen: Zahlen, die zum Handeln verpflichten

„Nur wenn wir gemeinsam hinsehen, handeln und Verantwortung übernehmen, können wir Frauen wirksam schützen und echte Sicherheit schaffen.“

Petra Oberrauner, Vorsitzende der SPÖ Frauen Kärnten

Gewalt gegen Frauen ist ein tiefgreifendes gesellschaftliches Problem:

Drei von vier Frauen erleben sexuelle Belästigung,
57 Prozent der Jugendlichen Übergriffe in ihrer ersten Beziehung.
62 Prozent halten gesetzliche Regeln gegen verbale Gewalt für unnötig ein Klima, das Übergriffe begünstigt.

Die meisten Taten passieren im eigenen Zuhause:

71 Prozent der körperlichen und 69 Prozent der sexualisierten Gewalt finden dort statt.
Gleichzeitig melden 67 Prozent der betroffenen Frauen schwere Gewalt nicht.

„Der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen ist ein entscheidender politischer Schritt“,

betont Petra Oberrauner.
Er stärkt Prävention und Schutz, verbessert Unterstützungsangebote und verpflichtet erstmals alle Ministerien, bestehende Lücken zu schließen – Gewaltprävention wird damit zur gesamtstaatlichen Aufgabe.

Der Aktionsplan sieht Maßnahmen in fünf Bereichen vor:

  • Schärfere Gesetze
  • Digitaler Schutz
  • Arbeitswelt
  • Bildung
  • Gesundheit
Ein zentraler Schritt steht noch aus: „Nur Ja heißt Ja“ – ein Schutzprinzip, das in 14 europäischen Ländern bereits gilt.

„Österreich muss das 15. werden“,

so Oberrauner.

„Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, ist eine zentrale politische Aufgabe“,

sagt sie abschließend.

„Wir bleiben dran – entschlossen, solidarisch und hartnäckig. Für ein Leben ohne Gewalt.“