19. Oktober 2026
Gemeinsam nach vorne
Die SPÖ stellt sich neu auf – personell, organisatorisch und strategisch. Mit einem einstimmigen Beschluss hat der SPÖ-Bundesparteivorstand Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher zu geschäftsführenden Bundesparteivorsitzenden bestellt. Damit ist ein wichtiger Schritt für einen gemeinsamen Neustart gelungen. Die Botschaft ist klar: Die SPÖ hat gemeinsam eine gute Lösung gefunden und will geschlossen auftreten und ihre Kräfte bündeln.
„Gemeinsam nach vorne – der Neustart beginnt jetzt!“,
betont SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim. Mit Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher bilden zwei erfahrene und engagierte Sozialdemokrat*innen geschäftsführend die Spitze der SPÖ-Bundespartei.
So geht’s weiter – der Fahrplan
Gemeinsam werden Holzleitner und Kucher die SPÖ in den kommenden Monaten neu ordnen, die Bundesländer und möglichst alle Akteur*innen der Sozialdemokratie einbinden und den Prozess bis zum nächsten Bundesparteitag vorbereiten. Holzleitner bleibt dabei Frauen-, Wissenschafts- und Forschungsministerin sowie SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, Kucher bleibt SPÖ-Klubobmann. Andreas Babler leistet mit der geordneten Übergabe einen wichtigen Beitrag zum Neustart. Er bleibt zunächst Parteivorsitzender und Vizekanzler und begleitet den Übergang. Anfang 2027 soll Finanzminister Markus Marterbauer planmäßig das Amt des Vizekanzlers übernehmen. Auch für die Regierungsarbeit ist diese Lösung die richtige, weil die Arbeit nahtlos weitergehen kann und so für Stabilität gesorgt ist.
Menschen im Mittelpunkt
Gerade in herausfordernden Zeiten braucht Österreich eine starke, geeinte Sozialdemokratie, die Verantwortung übernimmt und das Leben der Menschen spürbar verbessert. Die neue Führung will die SPÖ wieder stärker auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Die vergangenen Personaldebatten haben zu viel Raum eingenommen. Im Mittelpunkt müssen die Menschen stehen. Die SPÖ steckt ihre ganze Kraft in den Kampf für ein leistbares Leben, gute Arbeit, eine starke öffentliche Gesundheitsversorgung und für sichere Pensionen, um das Leben der Menschen besser und leichter zu machen.
Mehr miteinander statt übereinander reden
Besonders wichtig ist Holzleitner und Kucher der enge Austausch mit den Mitgliedern und Funktionär*innen in den Orts- und Bezirksorganisationen. Sie sind das Fundament der Sozialdemokratie. Der Neustart ist daher auch eine Einladung, gemeinsam an einer starken SPÖ zu arbeiten. Das ist eine Chance, die SPÖ zu stärken und geeint aus diesem Prozess hervorzugehen.
Direkt gefragt
Liebe Eva-Maria, lieber Philip, was sind eure Aufgaben als geschäftsführende SPÖ-Bundesparteivorsitzende?
Eva-Maria Holzleitner: Jetzt geht es darum, den Blick nach vorne zu richten und die SPÖ zu einen und zu stärken. Philip und ich haben Verantwortung übernommen, um einen geordneten Übergang und die Handlungsfähigkeit der SPÖ in Partei und Regierung sicherzustellen. Am Ende dieses Prozesses soll ein Bundesparteitag im ersten Quartal 2027 stehen, bei dem wir einen neuen Parteivorsitz wählen, hinter dem die gesamte SPÖ steht.
Philip Kucher: Wir wollen die Personaldebatten beenden und einen geordneten Neustart schaffen, bei dem wir alle einbinden, denen unsere Bewegung am Herzen liegt. Unser Ziel ist es, verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Das gelingt nicht durch weitere interne Debatten, sondern indem wir Lösungen für die Probleme von Land und Leuten erarbeiten.
Braucht es neben der personellen und strategischen Neuordnung auch eine inhaltliche Neuausrichtung?
Eva-Maria Holzleitner: Markus Marterbauers finanz- und wirtschaftspolitische Kompetenz wird unsere inhaltliche Arbeit ebenso prägen wie das Regierungsprogramm. Darin stehen wichtige Reformen, die wir vorantreiben wollen: vom Ausbau der Gesundheitsversorgung über Lohntransparenz und Gewaltschutz bis zur Stärkung von Forschung und Innovation.
Philip Kucher: Wir werden unsere Inhalte schärfen und den Fokus auf die echten Leistungsträger*innen legen – jene Menschen, die täglich hart arbeiten und den Wohlstand und das Sozialsystem sichern. Für sie muss sozialdemokratische Politik noch stärker spürbar sein. Unser Anspruch muss sein, dass die Menschen wieder sagen: Die SPÖ ist die Partei, die für mich kämpft, die meine Sorgen ernst nimmt und die mein Leben besser macht.
