Gemeinsam gegen Gewalt: Kärnten schafft starken Schulterschluss

Das Land Kärnten verstärkt den Kampf gegen Gewalt und setzt dabei auf Zusammenarbeit statt Einzelmaßnahmen: Mit dem neu eingerichteten Gewaltschutzbeirat werden erstmals alle relevanten Bereiche an einen Tisch geholt. Ziel ist es, Prävention, Schutz und Unterstützung nachhaltig zu stärken und besser aufeinander abzustimmen.

„Gewalt ist keine Privatsache, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, die wir gemeinsam angehen müssen. Der Gewaltschutzbeirat ist ein starkes Signal dafür, dass wir Verantwortung übernehmen und konsequent handeln“,

betont LHStv.in Gaby Schaunig.

Prävention & Bekämpfung

Der Beirat wurde in der jüngsten Regierungssitzung beschlossen und geht auf eine Initiative des Kärntner Landtags zurück. Als überparteiliches, strategisches Beratungsgremium soll er die Landesregierung künftig dabei unterstützen, Maßnahmen zur Gewaltprävention und -bekämpfung gezielt weiterzuentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Gewalt gegen Frauen sowie auf dem Schutz im häuslichen Umfeld. Zentrale Aufgabe des Gremiums ist es, bestehende Maßnahmen besser zu koordinieren, Lücken zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln. Gleichzeitig soll das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden, um langfristig ein Umdenken in der Gesellschaft zu fördern.

Breite Basis

Breit aufgestellt ist auch die Zusammensetzung des Beirats: Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Polizei und Justiz arbeiten ebenso mit wie Expertinnen und Experten aus Gewaltschutzeinrichtungen, Frauenhäusern, Männerberatung, Kinderschutz, Sozialarbeit und Bildung. Diese enge Vernetzung ermöglicht einen ganzheitlichen Zugang und schafft die Grundlage für wirksame und nachhaltige Lösungen.

„Nur wenn alle relevanten Bereiche zusammenarbeiten, können wir Gewalt wirksam bekämpfen und präventiv verhindern. Es geht um Schutz, um Sicherheit und um ein respektvolles Miteinander – dafür stehen wir als Land Kärnten und dafür arbeiten wir mit voller Kraft“,

so Schaunig.
Der Gewaltschutzbeirat wird künftig konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten und den Austausch zwischen den Institutionen weiter intensivieren. Damit leistet Kärnten einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit, mehr Gleichstellung und ein solidarisches Zusammenleben.